Straßenbahnnetz in Ludwigshafen
Erneuerung der Linie 10

+++ Die Bevölkerung kann am Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr, bei der Anwohnerversammlung im Gemeindehaus der Pauluskirche sich informieren!+++

Friesenheim. Im Frühjahr 2019 wollen der Wirtschaftsbetrieb der Stadt Ludwigshafen (WBL) und die Technischen Werke (TWL) mit den Leitungs- und Kanalerneuerungen in Alt-Friesenheim als Teil des Neubaus der Stadtbahnlinie beginnen. In der Kreuz-, Luitpold- und Carl-Bosch-Straße wird dann der Straßenbahnbetrieb eingestellt und durch einen Busverkehr ersetzt. Die Linie 10 endet am Ebertpark.
Mit diesen Beschlüssen würde das Projekt auch in die Federführung der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) wechseln, die Erfahrungen mit solchen Projekten einbringen wird. So wurden unter anderem die Stadtbahn Nord in Mannheim und die Erneuerung der Rhein-Haardt-Bahn-Strecke unter der Regie der rnv durchgeführt.
„Nach vielen Jahren des Planens und der Finanzierungsbemühungen kann es jetzt konkret losgehen. Wir haben die Bürgerschaft bei der Konzeptfindung intensiv beteiligt, dies soll auch bei der Bauausführung so bleiben“, sagt Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger. Die Bauarbeiten werden insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner Belastungen mit sich bringen. Den genauen Bauablauf werden die Beteiligten in einer Anwohnerversammlung am Mittwoch, 5. Dezember 2018, um 18 Uhr im Gemeindehaus der Pauluskirche vorstellen. Der Abschnitt Hohenzollernstraße befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren, das der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) durchführt. Im Vorfeld haben TWL und WBL in den letzten Jahren schon die Leitungsarbeiten vorgezogen, die ohne Eingriff in die Gleistrasse möglich waren. Sobald das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist werden auch für diesen Streckenabschnitt die Umsetzungsarbeiten beginnen.
„Ludwigshafen bekennt sich zu einem ÖPNV-Angebot, dessen große Stütze das Stadtbahnnetz ist. Dies ist für eine Stadt unserer Größe nicht selbstverständlich. Die Linie 10 transportiert 2,4 Millionen Fahrgäste im Jahr, das sind mehr als die stärkste Buslinie in Ludwigshafen. Die Erneuerung der Linie 10 ist mit einem Streckenneubau vergleichbar – aber auch solche prüfen wir gerade gemeinsam mit dem Umland“, sagt Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger.

Bauablauf Gleis- und Straßenarbeiten für den Abschnitt in Alt-Friesenheim
Die Baumaßnahmen für den Ausbau der Stadtbahnlinie Friesenheim sollen im zweiten Quartal 2019 mit dem Rückbau der Gleisanlage und der Fahrleitung im Bereich der Carl-Bosch-Straße beginnen. Mit dem Einbau der Gleisanlage und der Straßenflächen kann voraussichtlich im Sommer 2021 begonnen werden. Nach heutiger Planung ist mit dem Abschluss der Maßnahmen im Sommer 2023 zu rechnen. Die Gesamtkosten für den Abschnitt „Alt-Friesenheim“ belaufen sich auf 13.97 Millionen Euro.

Hintergrund
Weil sie die Verschleißgrenze erreicht hat, wird die Gleisanlage der Linie 10 zunächst auf der 900 Meter langen Strecke in Alt-Friesenheim und dann in dem 1.700 Meter langen Bereich zwischen der Marienkirche und der Sternstraße neu gebaut. In Alt-Friesenheim kann wegen der Fahrbahnbreite von rund 6,50 Metern kein eigener Gleiskörper hergestellt werden. Zwischen den Haltestellen Sternstraße und Friesenheim Mitte werden die Gleise wie bisher innerhalb der Fahrbahn verlaufen. Die Gleisanlage kann aber so optimiert werden, dass sich Straßenbahnen und Lkw auf einer von Grund auf erneuerten Fahrbahn uneingeschränkt begegnen können.
In der Hohenzollernstraße wird die Straßenbahn abschnittsweise eingleisig auf einem eigenen Gleiskörper geführt. Er wird mit bis zu 15 Zentimeter hohen Hochbordsteinen zur Fahrbahn abgegrenzt und außerhalb der Haltestellenbereiche begrünt. Die Haltepunkte werden barrierefrei ausgebaut. Der Gleiskörper kann an den Kreuzungen Carl-Friedrich-Gauß-, Pettenkofer-, Virchow-, Bremser-, Fichte-/Ebert- und Riedsaumstraße signalgesteuert überquert werden.

Kosten der Gesamtmaßnahme

Die Fortschreibung des Kostenstandes für die gesamte Strecke mit einer angenommenen jährlichen Baupreissteigerung von 3,5 Prozent führt zu 37.45 Millionen Euro Gesamtkosten. ps

Autor:

Gisela Böhmer aus Frankenthal

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