Tipps für ein sicheres Zuhause in der Weihnachtszeit
Einbrechern keine Chance

Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch helfen
  • Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch helfen
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Ludwigshafen. Wohnungseinbruchsdiebstähle werden vornehmlich in der sogenannten dunklen Jahreszeit begangen, so die zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen. Dies liegt daran, dass eine Abwesenheit von Hausbewohnern für Täter leicht erkennbar ist, weil es bereits früh dunkel wird und in den Häusern und Wohnungen kein Licht brennt. Als besonders kritisch sind die späten Nachmittagsstunden und frühen Abendstunden anzusehen, weil dort häufig Hausbewohner noch nicht von der Arbeit nach Hause gekehrt sind oder die Zeit nach der Arbeit für den Einkauf nutzen und es bereits dunkel ist.
Insbesondere bei Einfamilienhäusern versuchen die Täter regelmäßig den Zugang ins Objekt von nicht einsehbaren Bereichen zu erlangen. Diesbezüglich sind insbesondere Terrassentüren oder -fenster Angriffsobjekte. Die Eigentümer statten diesen Bereich meist mit entsprechendem Sichtschutz aus, was die Täter für ihre Zwecke nutzen. In Mehrfamilienhäusern ist vornehmlich die Wohnungseingangstür Angriffsziel, wobei zuvor durch Klingeln und/oder Klopfen überprüft wird, ob die Bewohner sich in der Wohnung aufhalten. Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz gab es im Jahr 2018 insgesamt 939 Wohnungseinbrüche. Davon waren 171 im Dezember. Mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger will die Polizei gemeinsam Stärke zeigen, um den Wohnungseinbrüchen zu begegnen.

Dringende Bitte der Polizei 

Falls man ein Beobachtung gemacht hat, auch wenn sie belanglos erscheint, teilt man diese sofort der zuständigen Polizeidienststelle mit. Bei Gefahr, also Hilferufen, ausgelösten Alarmanlagen oder in dringenden Verdachtsfällen alarmiert man sofort die Polizei über den Notruf 110. Dort gibt man an: Was ist passiert? Wo und wann ist es passiert? Wer man ist und wie man erreichbar ist?
Die Täter wählen Objekte bevorzugt nach folgenden Kriterien aus: Die Wohnung ist dunkel, es ist keine Geräuschquelle in der Wohnung zu hören, der Wohnungsinhaber nimmt bei Probeanrufen das Telefon nicht ab, der Briefkasten ist nicht geleert. Viele Täter scheuen die Konfrontation mit Zeugen. Wenn sie sich entdeckt fühlen, lassen sie von dem Objekt ab. 
Die Gefahr, Opfer eines Wohnungseinbruches zu werden, kann man erheblich reduzieren.
Die Polizei empfiehlt:
Niemals sollte man signalisieren, dass man abwesend ist, etwa durch Rollläden, die Tag und Nacht heruntergelassen sind.
Den Anrufbeantworter bespricht man so, dass Fremde beim Abhören eine Abwesenheit nicht erkennen.
Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren geschlossen werden. Gekippte Fenster machen es dem
Täter sehr leicht. Die geöffnete Garage, in der kein Fahrzeug steht, sollte ebenfalls verschlossen werden. Die Wohnungseingangstür sollte immer abgeschlossen sein, nur ins Schloss ziehen, reicht nicht aus.
Gut ist mit der Nachbarschaft zu sprechen. Ein wachsamer Nachbar erkennt sehr schnell, wenn ungewohnte oder verdächtige Aktivitäten vor dem Haus oder auf dem Grundstück stattfinden.
Auf fremde Fahrzeuge und fremde Personen in der Nachbarschaft achten: Bei einem Verdacht die Nachbarn informieren und die Polizei verständigen. Jeder Hinweis ist wichtig.
Wertgegenstände, wie Schmuck und Bargeld sollten in der Wohnung nicht in einer Schublade oder im Kleiderschrank in einer Kassette aufbewahrt werden. Besser ist es, Schließfächer zum Beispiel bei Banken oder einen Safe zu nutzen.
Einbrecher wollen in sehr kurzer Zeit in das Objekt gelangen, umnicht entdeckt zu werden. Die Mehrzahl der Einbrecher, so haben

Untersuchen ergeben, kommen in weniger als drei Minuten in das Objekt. Deshalb empfiehlt die Polizei unter anderem mechanische
Sicherungsvorkehrungen, die einer längeren sogenannten " Widerstandszeit" standhalten.

Was bleibt nach einem Wohnungseinbruch?

Ein Einbruch kann für viele Opfer zum Albtraum werden. Dabei ist die psychische Belastung oft schlimmer als der materielle Schaden, da das persönliche Sicherheitsgefühl beeinträchtigt ist. In Zusammenarbeit mit vielen anderen Hilfsorganisationen führen Polizeibeamte im Rahmen der Opfernachsorge Gespräche mit den Betroffenen. Darüber hinaus gibt es eine Opferschutzbeauftragte und einen Opferschutzbeauftragten im Polizeipräsidium Rheinpfalz. Diese bieten Opfern, Zeugen und Angehörigen persönliche oder telefonische Beratung an und vermitteln weitere Hilfsangebote vor Ort. rk/ps

Kontakt Einbruchschutz und Opferschutz:

Polizeipräsidium Rheinpfalz, Zentrale Prävention
Bismarckstraße 116, 67059 Ludwigshafen
Telefon Einbruchsschutz:  0621 963-1151 Opferschutz: 0621 963-1162
E-Mail: beratungszentrum.rheinpfalz@polizei.rlp.de und opferschutz.pprheinpfalz@polizei.rlp.de

Autor:

Roland Kohls aus Ludwigshafen

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