Desinfektionsmittel-Herstellung ausgeweitet
BASF-Aktion „Helping Hands“

BASF weitet am Standort Ludwigshafen die Produktion von Desinfektionsmittel deutlich aus | Foto: Pixabay
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Ludwigshafen. BASF weitet am Standort Ludwigshafen die Produktion von Desinfektionsmittel deutlich aus. Ergänzend zu dem bislang hergestellten Hand-Desinfektionsmittel auf Isopropanol-Basis hat BASF damit begonnen, auch Hand-Desinfektionsmittel auf Bio-Ethanol-Basis herzustellen. Mit den dadurch zusätzlich zur Verfügung stehenden Mengen von bis zu 100.000 Litern Hand-Desinfektionsmittel pro Woche wird das Unternehmen die neue bundesweite Online-Plattform des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) „Notversorgung Desinfektionsmittel“ kostenlos unterstützen.
„Die chemische Industrie in Deutschland steht zu ihrer Verantwortung und leistet einen Beitrag, um unser Gesundheitssystem während der Corona-Pandemie zu stützen. BASF ist stolz, nun auch Teil der Initiative des VCI zu sein und Desinfektionsmittel kostenlos bundesweit zu verteilen. Darüber hinaus können wir nun auch den Rahmen unserer Versorgung vor Ort erweitern,“ sagt Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen.
Bislang hatte BASF in einem Technikum am Standort Ludwigshafen ausschließlich isopropanolhaltiges Hand-Desinfektionsmittel hergestellt. Nun wurden die Voraussetzungen geschaffen, um in einer weiteren Anlage auch Bio-Ethanol als Ausgangsstoff nutzen zu können. Ethanol wurde kurzfristig von den Behörden als weiterer Einsatzstoff zugelassen. Der Großteil der dadurch zusätzlich verfügbaren Mengen wird über die Online-Plattform des VCI kostenlos verteilt, die vor wenigen Tagen in Betrieb gegangen ist. Auf diesem digitalen Marktplatz sollen Anbieter und Interessenten zusammengebracht und die Belieferung von Großabnehmern bundesweit koordiniert werden. Die Plattform kann unter www.notfalldesinfektion.vci.de/ im Internet erreicht werden.
Die Abwicklung über die VCI-Plattform wird unterstützt durch die BTC Europe GmbH, die europäische Distributionsorganisation von BASF für den Vertrieb von Spezialchemikalien an kleine und mittelständische Kunden mit Sitz in Monheim. BTC Europe stellt sicher, dass auf der Plattform aufgegebene Gesuche effizient bearbeitet und Desinfektionsmittel deutschlandweit verteilt werden. Einen Teil der zusätzlichen Mengen wird BASF, wie bisher, kostenlos dem Gesundheitswesen in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und darüber hinaus zur Verfügung stellen.

Weit über 2.000 Anfragen aus ganz Deutschland

BASF hatte die Aktion „Helping Hands“ in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt ausgeweitet. Nachdem BASF zunächst ausschließlich Krankenhäuser in der MRN kostenlos mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert hatte, wurde die Aktion auf hausärztlich tätige Arztpraxen mit lokaler Notfallversorgungsfunktion in der MRN ausgeweitet. Darüber hinaus beliefert BASF inzwischen auch Städte und Landkreise in der MRN. Diese versorgen dann ihrerseits weitere Institutionen vor Ort, im Wesentlichen Pflegeeinrichtungen.
Das Interesse ist enorm: Bislang haben sich weit über 2.000 Kliniken, Praxen und weitere Institutionen aus dem Gesundheitsbereich aus ganz Deutschland bei BASF gemeldet. Da die Produktionskapazitäten von Isopropanol-basiertem Desinfektionsmittel am Standort Ludwigshafen auf rund 35 Tonnen pro Woche begrenzt sind, musste von Beginn an priorisiert werden. Durch die zusätzlichen Mengen auf Basis von Bio-Ethanol kann die Unterstützung von Städten und Gemeinden in der MRN weiter ausgebaut werden. Auch andere deutsche BASF-Standorte, wie Schwarzheide, Münster und Düsseldorf, starteten ähnliche Initiativen. Dort leistet BASF ebenfalls einen Beitrag, um den Engpass bei Desinfektionsmitteln während der Corona-Pandemie zu bewältigen.
BASF bittet, Anfragen wie bisher an die E-Mail-Adresse standortaktuell@basf.com zu senden. kim/ps

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Autor:

Kim Rileit aus Ludwigshafen

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