BriMel unterwegs
„Wege und Spuren“ der Künstlergruppe wort:klang:körper

Die Künstler*innen | Foto: Brigitte Melder
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Lustadt. Das Atelier von Bildhauer Peter Brauchle war am 14. September der Ort, wo sich Besucher*innen aus nah und fern einfanden, um sich von der Künstlergruppe „wort:klang:körper“ verzaubern zu lassen. Dem ganzen Areal lag ein Zauber inne, denn die einzigartigen Skulpturen von Peter Brauchle zogen die Blicke auf sich und ließen staunen, wie kreativ dieser Mann ist.

Es wurde im Vorfeld liebevoll mit Blumen dekoriert und Bänke und Stühle gestellt, obwohl es als Klappstuhlevent angekündigt war. Im schönen Graphittiegel, bestrahlt durch lilafarbene Akzente, kamen die gelben Sonnenblumen besonders schön zur Geltung. Die Stage und Stellwände waren bereit für ihre Künstler*innen und der Sektempfang ging fließend. Der herzliche Empfang der Gastgeber lässt einen wie in eine Familie kommen. Unter den Zuschauern bekannte Künstlergesichter entdeckt, wie z.B. Ernst Kaeshammer mit Frau aus Fußgönheim, Gerdi König aus Speyer, Petra Roquette mit Mann aus Wörth, Anne-Marie Sprenger aus Lustadt und Gabriele Köbler mit Mann aus Haßloch.

Inmitten von Skulpturen aus Bronze, Aluminium, Holz und Stein entfaltete sich unter dem Titel „Wege und Spuren“ ein poetischer, musikalischer und gestischer Dialog. Lyrik von Sonja Viola Senghaus, Pantomime von Ingrid Elgert und Gitarrenmusik von dem wunderbaren Christian Straube – da konnte man sich nur drauf freuen.

Der ein klein wenig aufgeregte Peter Brauchle begrüßte seine zahlreich erschienen Gäste, die er mit seiner Frau heute empfing. Endlich durfte er wieder einmal seine Rolltore öffnen, um seine Arbeiten einem großen Publikum zu zeigen. Permanent möchte er den Horizont erweitern und sein Atelier auch anderen Künstlern öffnen. Er begrüßte den 1. Beigeordneten von Lustadt Hannes Krisch und seinen ehemaligen „Lehrmeister“ Matthias Nikolaus aus Bad Dürkheim. Christian Straube kennt er schon sehr lange und freut sich immer, wenn dieser bei ihm in die Saiten greift. „Der beste Gitarrist, den man sich nur wünschen kann!“ Kleiner Hinweis auf den bevorstehenden 29. Speyerer Gitarrensommer vom 17. bis 21. September im Alten Stadtsaal in Speyer, den Christian Straube organisiert. Nach der Vorstellung der beiden Damen mit Pantomime und Lyriklesung wurde es mucksmäuschenstill in der Atelierhalle. Abwechselnd zeigten die drei Künstler*innen „Wege und Spuren“ auf herausragende Weise. Zitiert wurden Lao Tse, Charlie Chaplin, Arthur Schnitzler, Wilhelm Busch und Mahatma Gandhi. Die Kompositionen für Gitarre erstreckten sich von der „Hommage à Paco“, „Die Pferdefrau“, „Nachtwind“, „Tango“ bis hin zu „Ladies Night“. Die pantomimischen Darbietungen zeigten großes schauspielerisches Talent und man schaute gebannt in das bemalte Gesicht von Ingrid Elgert.

Während der Pause suchten die Besucher immer wieder das Gespräch zu Peter Brauchle und seinen Künstlergästen. Die ersten Laute der Gitarre holten die Gäste auf ihre Plätze zurück, einige noch ganz ins Gespräch vertieft „Psssssssst!“ Die Traumwanderung mit leisen Tönen, Fluchttraum und pantomimischer Umsetzung „Setz den Fuß“ ließen es alsdann wieder mucksmäuschenstill werden. Da der zweite Akt nicht so lange dauerte und Christian Straube schon seine letzten Akkorde zupfte, wurden Zugaberufe laut, die auch gerne erfüllt wurden durch „wort:klang:körper“. Ein Hut ging um, denn das Event war ohne Eintritt, denn die Kunstszene möchte ja auch von etwas leben. Peter Brauchle bedankte sich für diesen tollen Nachmittag und lud zum Flanieren ein, denn zu bestaunen gab es ja hier viel. (mel)

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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