Früher war das eine Betriebshalle für Straßenbahnen / Wandel des Quartiers
Spatenstich für neues „Quartier Betriebshof“ in Karlsruhe

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  • Foto: Visualisierung Quartier Betriebshof, Sacker Architekten
  • hochgeladen von Jo Wagner

Karlsruhe. Baubeginn für einen attraktiven Stadteingang: Der ehemalige Betriebshof der kommunalen Verkehrsbetriebe der Stadt Karlsruhe erhält ein neues Gesicht. Bis 2021 realisiert die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auf dem Areal an der Durlacher Allee und Tullastraße ein Quartier mit Flächen für Büros und Dienstleistungen, das weiteres Entwicklungspotential hat. Heute erfolgte auf dem 9.500 Quadratmeter großen Baufeld in der Oststadt der symbolische Spatenstich für das „Quartier Betriebshof“, das städtebaulich und architektonisch den östlichen Stadteingang Karlsruhes deutlich aufwerten wird.

Als „Meilenstein in der Unternehmensgeschichte der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft“ und „wichtige strategische Weichenstellung für die Weiterentwicklung der kommunalen Verkehrsbetriebe in den nächsten Jahren“, bezeichnete AVG-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon die Investition in den Gebäudekomplex, der vom Freiburger Architekturbüro Sacker Architekten entworfen wurde.

Durch die Neugestaltung des Areals eröffnen sich für die kommunalen Verkehrsunter-
nehmen neue Perspektiven. Den größten Teil der Bruttogeschossfläche von rund 31.000 Quadratmetern wird die AVG verpachten und dadurch Mieteinnahmen generieren. „Damit wird das solide wirtschaftliche Fundament der AVG weiter gestärkt. Das neue Betriebshof-Quartier vereint eine repräsentative Innenstadtlage mit perfekter Erreichbarkeit. Zukünftige Mieter werden von einer hochwertigen Infrastruktur mit hervorragender Verkehrsanbindung profitieren“, erklärte Pischon, nachdem er zusammen mit Ascan Egerer (technischer AVG-Geschäftsführer), Christian Höglmeier (technischer Prokurist der AVG), Dr. Thilo Grabo (kaufmännischer Prokurist), Prof. Anke Karmann-Wössner (Leiterin des Stadtplanungs-amtes) und Architekt Christopher Höfler vom Freiburger Architekturbüro Sacker Architekten zum Spaten gegriffen hatte.

Sobald der neue Gebäuderiegel steht, werden die AVG, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) – sie ist mit dem Bau der Kombilösung betraut – ihre Verwaltungsmitarbeiter an den verschiedenen Unternehmensstandorten in Karlsruhe und Ettlingen im Osten der Fächerstadt zusammenführen und dadurch wichtige Synergieeffekte generieren: effizientere Arbeitsabläufe, eine verbesserte Unternehmensstruktur und auch ein Ende der beengten Raumsituation, die zuletzt durch provisorische Containerlösungen für die Mitarbeiter kompensiert werden musste. „Unser leistungsstarkes Nahverkehrsangebot hängt vor allem von den Menschen ab, die bei uns arbeiten. Ihnen wollen wir als attraktiver Arbeitgeber zeitgemäße Arbeitsbedingungen bieten“, betont Pischon. „Gleichzeitig freut es mich, dass die AVG auch der Stadt Karlsruhe etwas zurückgeben kann und durch diesen Neubau der östliche Stadteingang von Karlsruhe eine neue Qualität erhält.“

Das neue Gebäudeensemble schafft durch seine Höhenstaffelung und zwei etwas zurückversetzt angeordnete Baukörper mit acht Geschossen eine markante Adresse mit Wiedererkennungswert. Die Farbgestaltung wird den Sandstein der angrenzenden Gründerzeithäuser aufnehmen und so einen eindeutigen Bezug zur örtlichen Baukultur aufweisen, allen voran der Bebauung in der Tullastraße und den Gebäuden des Schlachthof-Areals auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das für die Gestaltung der Fassade gewählte Material und die metallischen Fensterrahmen verleihen dem Gebäude eine zurückhaltende Eleganz.

„Nach den intensiven Monaten der Planung ist heute der Startschuss für den Bau gefallen. Unser Architekturbüro freut sich darauf einen Beitrag leisten zu können, das nächste spannende Kapitel in der Unternehmensgeschichte der AVG mitzugestalten. In den nächsten drei Jahren entsteht hier an der Durlacher Allee als östliches Entrée von Karlsruhe ein Gebäudeensemble von besonderer städtebaulicher Bedeutung“, so Architekt Christopher Höfler vom Freiburger Büro Sacker Architekten, das 2017 gemeinsam mit dem Basler Büro Westpol Landschaftsarchitekten den von der AVG ausgelobten Architekturwettbewerb gewonnen hatte.

Die Bedeutung des Projekts aus städtebaulicher Sicht unterstrich Prof. Anke Karmann-Wössner: „Mit dem Neubau entsteht nicht nur ein ganz neuer Stadteingang an der wichtigsten historischen Verkehrsachse zwischen Karlsruhe und Durlach, sondern auch eine neue, ablesbare Adresse des Umweltverkehrsverbundes, der auch für aktuelle Mobilitätskonzepte steht.“ Der Neubau, so die Leiterin des Stadtplanungsamtes weiter, stehe dabei auf einem soliden Fundament, auch im übertragenen Sinne: „Nicht nur das Quartier, sondern die Mobilität insgesamt erfährt damit in unserer Stadt eine solide Basis und wird in ihrer Vielfalt immer weiter den aktuellen Herausforderungen eines multi-modalen Verkehrsangebots des Umweltverbundes gerecht. Eine weiträumige und zukunftsorientierte Konzeption, um die wir nicht nur in der Region und im Land beneidet werden“, so Prof. Karmann-Wössner. (

Weitere Informationen zum „Quartier Betriebshof“ gibt es auf der AVG-Homepage unter www.avg.info/geschaeftskunden/infrastruktur/immobilien

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