Für die Karlsruher trafen Hofmann, Kother & Kobald / Gutes Spiel
KSC schlägt im badischen Derby Sandhausen

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Karlsruhe. Der KSC ist bereit für das Badische Derby: „Die vergangenen 14 Tage haben wir intensiv gearbeitet“, so KSC-Trainer Christian Eichner – und betont, dass die Profis in der Länderspielpause versucht haben, „noch eine Schippe draufzulegen.“ Dazu kam das erste Erfolgserlebnis für die Blau-Weißen in dieser Spielzeit mit dem Testspielerfolg gegen Mainz.

Durchaus ein Glückgefühl seit ein paar Tagen, wie es sich anfühlt, wenn der KSC ein Tor schießt. „Ich glaube, das war für die Mannschaft extrem wichtig, auch das Gefühl, wie sich ein Sieg anfühlt – auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war“, so Eichner: „Das war eminent wichtig.“

Abstand auf den Rängen
Jetzt soll es heute gegen den Nachbarn Sandhausen auf dem Platz auch in drei Punkte umgesetzt werden. 1.200 Zuschauer sind wieder im Wildparkstadion, auf den ersten Blick in der Mehrzahl auch mit dem nötigen Abstand - ganz wichtig in diesen Zeiten. Darauf hat Stadionsprecher Martin Wacker explizit noch einmal hingeweisen. Ein wichtiger Hinweis bei den weiter steigenden Zahlen in und um Karlsruhe!

Aufstellung
Gersbeck / Thiede, Bormuth, Kobald, Heise / Fröde, Gondorf, Djuricin, Choi, Kother / P. Hofmann

Schiri Frank Willenborg bittet die Teams auf den Rasen, der KSC kommt mit Beifall raus - direkt vor dem KSC-Fanblock. Eine durchaus offensive Ausrichtung der heute in blau antretenden Karlsruher Spieler.

Anpfiff
Der KSC übernimmt gleich den Ton, geht drauf.
3. Minute Sehr schöner geradliniger Spielzug des KSC, Fröde auf Choi, der legt rechts raus zu Djuricin - und der butterweich und flach in die Mitte, da steht Hofmann & der versenkt die Kugel sicher zur Führung.
Das war wichtig - für das Spiel, das Selbstvertrauen - und auch für den Spieler!

Der KSC steht gut - und Choi belebt das Spiel heute sichtbar. Die Rolle als Spielgestalter gefällt ihm - und er setzt Akzente!
12. Minute Tolle EInzelleistung von Djuricin, der sich toll halblinks durchsetzt, seinen Gegenspieler regelrecht vernascht, im Strafraum aber nicht sofort abschließt. Es sieht aus als ob er überlegt, zu flanken, schießt dann doch - aber Fraisl im Sandhausen-Tor hält. Schade, das hätte das 2 zu 0 sein können!
Die ersten 15 Minuten sind rum - und Sandhausen übernimmt die Regie, bedingt auch durch das Schwimmen der Karlsruher Innenverteidigung! Das geht sicherer, da muss besser abgestimmt werden!
Sandhausen legt zu, spielt direkter - und geht auch etwas schärfer zur Sache. Schiri Willenborg entgleitet so langsam das Spiel!
Taktisches Foul von Sandhausen im Mittelfeld beim KSC-Konter: keine Karte, lediglich eine Ermahnung.
So schön das Spiel in den ersten Minuten anzuschauen war, so zerfahren ist das Spiel um die 25./30. Minute geworden.
Aber aus dem Nichts plötzlich eine tolle Chance, Choi legt butterweich auf Hofmann, der schaut den Sandhausen-Keeper aus, legt vorbei - aber leider nur an den Pfosten, danach wird der Ball zur Ecke geklärt.
32. Ecke KSC, der Ball kommt in die Mitte, Kopfball-Stafette, die Kugel kommt zu Kother, der nagelt das Ding gnadenlos aus etwa 4 Metern in die Maschen: 2 zu Null
35. Jetzt läuft es runder bei den Karlsruhern, sie stehen einen Tick besser - haben aber auch die Führung im Rücken.
Wenn es im Spiel nichts gibt, muss sich wohl Schiri Frank Willenborg einmischen, macht sich zur Hauptfigur. Erst gibt es bei zwei härteren Fouls nichts, dann für eigentliche Belanglosigkeiten.

Die Nachspielzeit läuft. Ein langer Ball kommt auf Hofmann, der zieht den Ball toll an sich, spielt durch zwei Verteidiger zu Djuricin - und der macht clever das 3 zu Null. Doch die Fahne des Linienrichters ist oben, der Treffer gilt nicht. Hofmann stand wohl im Abseits. Die Szene wird noch im Kölner Keller überprüft, doch es bleibt dabei: kein Tor

Halbzeit
Ohne Wechsel  kommt der KSC zurück. Sicherlich hat Trainer Eichner das Verteigigen angesprochen, da muss es genauer zugehen, Abstimmungen fehlen etwas, Zuordnung. Aber unterm Strich passt die Leistung!
46. Und gleich das 3 zu Null: Ecke KSC von links, in der Mitte kommt der Ball zu Kobald, der ist am höchsten gestiegen, den Ball muss Fraisl eigentlich locker fangen, doch das Ding rutscht ihm durch ... Tor!
52. Freistoß aus zentralen 18 Metern, Heise zirkelt den Ball herrlich über die Mauer, doch Fraisl kommt gerade noch dran.
55. Ecke kommt rein, Hofmann steigt hoch, doch wieder kann Fraisl das Ding aus dem Winkel fischen! Ganz starke Szene!
Sandhausen versucht es, kommt aber heute bisher nicht so recht in Tritt. Der KSC hat das Heft des Handelns in der Hand, darf aber weder leichtsinnig noch unkonzentriert werden.
Erfreulich ist der Zug des KSC nach vorne, das geht durch alle Mannschaftsteile. Die Präsenz ist da, die breite Brust, das Selbstbewusstsein. Das macht Spaß heute!
58. Freistoß KSC. wieder aus etwa 18 Metern, wieder Heise, der das Ding an die Latte nagelt.
63. Jetzt wird verwaltet. Sandhausen erhöht den Druck - aber wie das so oft beim KSC läuft, ist es auch für Sandhausen, das ist zu unkonzentriert, da ist kein echter Zwang dabei.
65. Kother geht, Goller kommt
Der KSC ist weiter gut im Spiel. Goller geht bis zur Torauslinie. legt schön zurück, Djuricin kommt angerauscht ... jagt aber die Kugel weit drüber aus etwa 10 Metern.
76. Wanitzek kommt für Choi, der mit viel Beifall verabschiedet wird. Ein tolles Spiel für Kyoung-Rok!
78. Ecke für Sandhausen, Pena Zauner legt butterweich rein, Kister köpft, aber Gersbeck holt das Ding mit einem tollen Reflex!
79. Konter KSC, Hofmann legt rüber auf Goller, der geht noch ein paar Meter und lädt aus etwa 14 Metern eine Granate ab, Fraisl muss nachfassen, hat den Ball aber.
79. Sandhausen nur noch zu 10. Biada muss verletzt raus, alle Wechsel sind durch, also zu zehnt die letzten Spielminuten!
80. Freistoß Sandhausen. Eine unglückliche Szene, der KSC bekommt den Ball nicht so recht weg, Freistoß für Sandhausen, doch der Ball geht deutlich drüber.
81. Konter KSC, toll gemacht im Spiel nach vorne, Djuricin wirbelt weiter, aber Fraisl kann das Ding mit Glück parieren!
Die Zeit läuft runter, 87. Minute, Doppelwechsel beim KSC
Sandhausen mit der nächsten Ecke, die aber nichts einbringt.
88. Bei Sandhausen kommt Frust dazu, die ersten Ruppigkeiten kommen ins Spiel.
Kaum drin, kommt Batmaz an den Ball, wird im 16er geschickt, kann aber zur Ecke geklärt werden.
Pünktlich wird abgepfiffen.

Ein auch in der Höhe verdienter Erfolg des KSC, der durchaus noch etwas höher hätte ausfallen können, immerhin hatte der KSC auch drei Metalltreffer - und dazu ein klares Übergewicht an Torchancen.

Die KSC-Fans gehen auf alle Fälle mit einem zufriedenen Gefühl heute nachhause. Der KSC hat beste Werbung für sich gemacht - und das macht auch Hoffnung für die Zukunft in dieser Liga.

Stimmen zum Spiel
"In allen Belangen war der Sieg des KSC verdient", so Sandhausen-Trainer

"Die Mannschaft hat weitergemacht wie zuletzt, war griffig, gierig, war präsent, hat gezeigt, dass sie gewinnen will. Nur haben wir diesmal den Spielverlauf auf unsere Seite gezogen. Auch wenn wir zwischendurch etwas nachgelassn haben. Das Ergebnis zur Pause war schon hochverdient. Heute lief es dann in der 2. Hälfte perfekt für uns mit dem schnellen 3 zu Null, da war das Spiel in großen Teilen vorentscheiden. Es war wichtig für die Mannschaft zu spüren, wie sich Erfolg anfühlt", so KSC-Trainer Eichner: "Das kann einen Push geben, wenn das Team weiter so dran bleibt!"

so trainer eichner.

Autor:

Wochenblatt Redaktion aus Ludwigshafen

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