Systematische Überprüfung der 9.300 Brückenbauwerke, 60 davon besonders im Blick
Sicherheit: Brücken im Land im Blick

Wird demnächst saniert: Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe
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Region. Das Land hat Brückenbauwerke in Baden-Württemberg systematisch überprüft. Von den rund 9.300 Brückenbauwerke an Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen haben insgesamt weniger als ein Prozent eine Zustandsnote von 3,5 und schlechter.

Von den rund 9.300 Brückenbauwerke in Baden-Württemberg an Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen haben insgesamt weniger als ein Prozent, nämlich nur 64 Brückenbauwerke, eine Zustandsnote von 3,5 und schlechter. Sie gehören damit in die schlechteste Zustandskategorie. „Diese Brücken haben wir ganz besonders im Blick“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann. „In Baden-Württemberg und in ganz Deutschland werden die Kontrollen besonders systematisch und engmaschig durchgeführt. Wenn notwendig, setzen wir an Brücken auch Sofortmaßnahmen um. Das Ziel ist ein guter Zustand!“

Schwerpunktprogramm „Bauwerke 3,5 und schlechter“
Infolge des Schwerpunktprogramms „Bauwerke mit einer Zustandsnote von 3,5 und schlechter“ ist die sanierungsbedürftige Brückenfläche der Bauwerke an Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen, seit dem Jahr 2010 signifikant um 13 Prozent reduziert werden. „Die Sanierung und Instandsetzung von Brücken ist sehr anspruchsvoll und benötigt sowohl in der Planungsphase als auch in der Umsetzung viel Zeit“, betonte Hermann. „Hier gilt im Besonderen Sorgfalt vor Schnelligkeit, damit wir uns weiterhin auf eine sichere Infrastruktur verlassen können.“

Als sanierungsbedürftig werden solche Bauwerke eingestuft, die eine Zustandsnote 3,0 und schlechter haben. Ein vordringlicher Sanierungsbedarf besteht für Bauwerke mit einer Zustandsnote 3,5 und schlechter [Sonderprogramm]. Im Hinblick auf die 1.886 Brücken an den Autobahnen, 4.210 Brücken an den Bundesstraßen in der Baulast des Bundes und 3.225 Brücken an den Landesstraßen in der Baulast des Landes stellt sich der Sanierungsbedarf im Einzelnen wie folgt dar:
Autobahnen: 239 Bauwerke, davon 22 Bauwerke 3,5 und schlechter
Bundesstraßen: 213 Bauwerke, davon 20 Bauwerke 3,5 und schlechter
Landesstraßen: 205 Bauwerke, davon 22 Bauwerke 3,5 und schlechter

Blick auf Tragfähigkeitsdefizite
Hierbei ist zu beachten, dass eine schlechte Zustandsnote nicht zwingend auf Tragfähigkeitsdefizite und in der Folge auf ein marodes Bauwerk hinweist. In vielen Fällen ist eine schlechte Zustandsnote auf Defizite im Bereich der Dauerhaftigkeit (zum Beispiel ersetzungsbedürftige Beschichtungen) oder bei der Verkehrssicherheit (zum Beispiel Anfahrschaden an einem Brückengeländer) zurückzuführen.

Im Mittel wurden in den vergangenen Jahren rund 80 Millionen Euro jährlich für die Bauwerkserhaltung (inklusive Stützbauwerke, Tunnel et cetera) im Bereich der Bundesfernstraßen und 20 Millionen Euro für die Bauwerkserhaltung im Bereich der Landesstraßen eingesetzt. (vm)

Infos: Jede Brücke im Zuständigkeitsbereich der Straßenbauverwaltung in Baden-Württemberg wird im Abstand von drei Jahren einer qualifizierten Bauwerksprüfung unterzogen. Details zum Brückenerhaltungsmanagement gibt's hier.

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