In Wiesen brütende Vögel sind vom Aussterben bedroht
Schutz für Wiesenbrüter in und um Karlsruhe

Bild: Der vom Aussterben bedrohte Kiebitz benötigt besonderen Schutz
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  • Foto: M. Schäf
  • hochgeladen von Jo Wagner

Region. Die Brutzeit der seltenen, in Wiesen brütenden, Vogelarten hat begonnen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe weist darauf hin, dass diese Tiere nun vor allem Ruhe brauchen und bittet daher um besondere Rücksichtnahme. Sehr problematisch sind freilaufende Hunde sowie Flüge mit Drohnen oder Modellflugzeugen. Entsprechende Freizeitaktivitäten sind in Naturschutzgebieten und in mit Informationsschildern gekennzeichneten Brutbereichen verboten.

Mit großem Aufwand setzt sich das Regierungspräsidium Karlsruhe für das Überleben der seltenen Vogelarten Großer Brachvogel, Kiebitz und Bekassine ein. Es brüten mittlerweile nur noch wenige Paare dieser Arten im Regierungsbezirk. Umso mehr kommt es auf jedes einzelne Nest an. Aus diesem Grund werden die Nester gesucht, wie zum Beispiel von Thomas Fichtner. Er wurde vom Regierungspräsidium als Mitglied des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes benannt. In seiner Freizeit sucht er im Hockenheimer Rheinbogen die Nester der Kiebitze und informiert anschließend die Landwirte, damit diese bei der Bewirtschaftung die Kiebitznester schonen können.

Das Regierungspräsidium beauftragt außerdem jedes Jahr Landwirte oder Landschaftspflegefirmen mit speziellen Pflegemaßnahmen, um die Brutgebiete für die Arten zu verbessern. Alle drei Arten benötigen eine offene, übersichtliche Landschaft mit einem guten Rundumblick, um mögliche Fressfeinde rechtzeitig zu erkennen. Aufwachsende größere Gehölze müssen daher in den Brutgebieten entfernt werden. Wichtig ist auch die Nähe zum Wasser. Aus diesem Grund werden flache Mulden angelegt, in denen sich Wasser sammeln kann oder es werden Gräben verschlossen, um Wiesen wieder zu vernässen. Dies geschieht aktuell zum Beispiel im Naturschutzgebiet Bruchgraben bei Baden-Baden. (rp)

Infos: Wer sich für diese seltenen Vögel besonders interessiert, kann sie am besten aus sicherer Entfernung mit einem Fernglas ausgerüstet beobachten, damit sie nicht aufgeschreckt werden.

Autor:

Jo Wagner

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