Suchaktion über Facebook soll Happy End für entlaufene Loona bringen
Schmerzhaft vermisst und verzweifelt gesucht

Loona im Außengehege der Katzenhilfe Karlsruhe e.V. in Neureut.
Gut zu erkennen sind die weißen/silbernen Ohrpuschel und Brusthaare. Je nach Lichteinfall wirkt ihr schwarzes Fell leicht rötlich/rostbraun.
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  • Loona im Außengehege der Katzenhilfe Karlsruhe e.V. in Neureut.
    Gut zu erkennen sind die weißen/silbernen Ohrpuschel und Brusthaare. Je nach Lichteinfall wirkt ihr schwarzes Fell leicht rötlich/rostbraun.
  • hochgeladen von Frank Hartmann

In den vergangenen Wochen ging die tragische Suchmeldung einer bei einem Autounfall entlaufenen Katze im Landkreis Karlsruhe durch Presse und Internet. Eine ähnlich verzweifelte Suche spielt sich seit August diesen Jahres auch im Süden Karlsruhes ab. Da diese Geschichte jedoch nicht spektakulär genug zu sein scheint, um ähnliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, haben sich die Betroffenen nun die Facebook-Seite "Loona - schmerzhaft vermisst und verzweifelt gesucht" ins Leben gerufen. Dort sind Beschreibung, Fotos der vermissten Samtpfote, sowie Kontaktinformationen zu finden.

Zur Vorgeschichte:

Als ihr Halter 2013 verstirbt, landet Loona im Alter von ca. 3 Jahren bei der Katzenhilfe Karlsruhe e.V.. Gut als 5 Jahre - mehr als ihr halbes Leben - verbringt sie in der Auffangstation, ehe sich eine ehrenamtliche Helferin und ihr Freund in die hübsche, aber auch etwas eigenwillige schwarze Katzendame verlieben und sie im August 2018 adoptieren. Das wohlverdiente Happy End scheint sich endlich abzuzeichnen, denn Loona steht eine mehr als geräumige und katzengerecht eingerichtete Wohnung zur Verfügung und - nach Ablauf der Eingewöhnungsphase - auch Freigang im schönen Weiherfeld. Die ersten Tage verlaufen verhältnismäßig gut: Die noch etwas scheue Samtpfote hält sich zwar die meiste Zeit des Tages bedeckt, linst aber gelegentlich aus ihrem Versteck heraus und erkundet nachts neugierig ihr neues Domizil, frisst und trinkt.

Doch es kommt anders als erwartet: In der Nacht auf den 22. August schlitzt sie ein Fliegengitter auf und entwischt aus der Wohnung. Obwohl ihr Verschwinden bereits wenige Stunden später bemerkt wird, bleibt die sofort eingeleitete Suchaktion im näheren Umkreis ebenso wie das Aufstellen einer Lebendfalle und Wildkamera über mehrere Wochen erfolglos. Flugblätter werden gedruckt und verteilt, alle Nachbarn kontaktiert, ein Aufruf auf Facebook gestartet und verbreitet, der Suchradius vom Belchenplatz aus immer weiter ausgeweitet - Kleingartenanlagen, Schulgelände, Waldwege - und sogar eine Hellseherin eingeschaltet. Die Urlaubs- und somit Reisezeit schürt die Angst, dass die orientierungslose Katze in einer Gartenhütte, Garage oder einem Keller eingesperrt sein und dort ohne Wasser qualvoll verenden könnte. Die aufmerksamen Anwohner melden zwar über die Wochen und Monate immer wieder mögliche Sichtungen and verschiedensten Orten von Weiherfeld über Rüppurr bis Kilisfeld, aber in den meisten Fällen handelt es sich um andere Katzen bzw. es bleibt bei einer Einzelsichtung, die sich nicht wiederholt. Je länger Loona verschwunden bleibt und je kälter es nachts wird, umso größer wird die Besorgnis, umso weiter kann sie inzwischen gelaufen sein und umso kritischer wird ihre Lage. Unzählige Male sind ihre Adoptiveltern und Helfer die Nachbarschaft abgelaufen, haben Suchplakate aufgehängt, sind Hinweisen gefolgt, haben sich nachts im Weiherwald auf die Lauer gelegt - bisher alles vergeblich.

Immer wieder werden die Steckbriefe von Unbekannten abgehängt. Möglicherweise von der Stadtreinigung oder von Menschen, die der Meinung sind, nach so langer Zeit müsse die Katze sicherlich wieder zuhause sein. Ebenso wäre aber zumindest theoretisch auch denkbar, dass Loona jemandem zugelaufen ist bzw. sich jemand ihrer angenommen hat, der sie behalten möchte.
Loona war bei der Katzenhilfe eine - nach anfänglichem Misstrauen - durchaus verschmuste und menschenbezogene Katze und so besteht weiterhin die Hoffnung, dass sie sich momentan noch irgendwo "durchfuttert", wo vielleicht auch andere Freigänger regelmäßig Nahrung finden (bspw. in einer Kleingartenanlage) oder sich im Wald selbst versorgt und mit zunehmend ungemütlicheren Temperaturen irgendwann wieder menschliche Nähe aufsucht, weil sie weiß, dass sie dort Wärme und Essen finden kann (oder dies bereits getan hat). ´

Trotz aller Widrigkeiten: Aufgeben ist keine Option für die engagierten Tierfreunde, die Loona schmerzlich vermissen und deshalb nochmal an alle Karlsruher und Ettlinger (mittlerweile könnte sie auch irgendwo in Karlsruhe/Durlach - vielleicht sogar auf dem Weg zurück zur Katzenhilfe in Neureut oder in Richtung Süden, also Ettlingen gelandet sein) appellieren: "Bitte halten Sie die Augen offen und melden Sie sich, wenn Sie eine Katze sehen, auf die ihre Beschreibung passt und die sich vielleicht erst seit kurzem bei Ihnen in der Gegend aufhält! Wir gehen lieber einem Hinweis zuviel nach als evtl. die entscheidende Chance zu verpassen.
Sollte jemand Loona bei sich aufgenommen haben, bitten wir ihn, sich ebenfalls zu melden - wenn sie sich dort wohlfühlt und sie gut versorgt wird, darf sie auch gerne dort bleiben, schließlich geht es und einzig und allein um ihr Wohlergehen!
"

Die Hoffnung, dass ein (Vor-)Weihnachtswunder wahr wird und Loona in der kalten Jahreszeit nicht einsam draußen herumirren und am Ende sogar erfrieren muss, lebt weiter.
Wer glaubt, Loona gesehen haben zu können oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort hat, kann direkt über Facebook Kontakt aufnehmen:
https://www.facebook.com/Loona-schmerzhaft-vermisst-und-verzweifelt-gesucht-2172854676315660/

P.S.: Loona ist gechipt/tätowiert und registriert.

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