Ab August beginnt Sanierung / Fast 1,5 Jahre Bauzeit
Rheinbrücke bei Karlsruhe wird zum Nadelöhr

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Region. Über einen Mangel an Baustellen in Karlsruhe und der Region können sich die Bürger nun wahrlich nicht beklagen. Man denke nur an die Baustelle auf der A5, Karlsruhe Süd.Ab August kommt noch eine Baustelle hinzu, die es für die gesamte Region in sich hat. Dann beginnt die Ertüchtigung der Rheinbrücke und die lässt die Strecke in die Pfalz, bei der jetzt schon bekanntlich Pendler viel zu häufig im Stau stehen, zu einem zusätzlichen Nadelöhr werden.

Vor allem die Dauer der Baustelle ist enorm. Bis Dezember 2019 (also fast eineinhalb Jahre) soll es dauern, bis beide Fahrtrichtungen komplett saniert sind. Zu einer Info-Veranstaltung lud kürzlich das Regierungspräsidium Karlsruhe ins „Südwerk“ ein. Eines treibt die großen Firmen in unmittelbarer Nähe der Rheinbrücke um - schließlich befindet sich hier mit dem Lkw-Werk von „Mercedes-Benz“ das größte Werk seiner Art der Welt, dazu mit „Miro“ die zweitgrößte Raffinerie Deutschlands:Wie kommen tausende Schichtarbeiter pünktlich an ihre Arbeitsplätze?

Karlsruhes OB Frank Mentrup lobte die Firmen dafür, dass sie alternative Fahrmöglichkeiten schaffen wollen. So denkt die „Miro“ darüber nach, eine eigene E-Bike-Flotte anzuschaffen, denn der Radweg auf der Brücke soll befahrbar bleiben während der Bauarbeiten.

Wenn die Rheinbrücke nach Jahren des Betriebs endlich saniert werden muss, soll auch das ÖPNV-Angebot deutlich ausgeweitet werden – und möglicherweise nach Ende der Baustelle auch erhalten bleiben. OB Dr. Mentrup nannte dabei auch die rund 500 Mitarbeiter aus der Südpfalz, die zu ihren Jobs ins Städtische Klinikum kommen müssen. Jürgen Genthner, Referatsleiter aus dem Regierungspräsidium ging auf das technische Verfahren ein. Er erinnerte daran, dass auf der Rheinbrücke 1966 rund 18.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs waren, 2018 sind es aber rund 80.000 – und darunter 13 Prozent Schwerverkehr, der die Brücke immens beansprucht! Stahlplatten, Beton und die Statik der Brücke müssten saniert/optimiert werden. Aktuell laufen die Arbeiten für eine 200 Quadratmeter große Probeplatte, bei der das neue Verfahren (Ultrahochfester Beton) unter Realbedingungen getestet wird. Ist der Test erfolgreich, geht’s danach gleich an die Rheinbrücke.

Geplant sind aktuell sechs Vollsperrungen – einmal nachts im August, zweimal an Wochenenden im Oktober sowie nachts im März 2019 und zweimal am Wochenende im Juni 2019.
Auf reduzierten Spuren geht es während der Sanierung über die Rheinbrücke, die erste Phase beginnt Richtung Wörth – bis Januar 2019, dann folgt die Richtung Karlsruhe bis Ende 2019! Zwischen Januar und Februar 2019 ist dann ein „Zeit-Korridor“ mit freier Fahrt vorgesehen.

Das Verkehrskonzept beruht auf großräumigen Umfahrungen, die allerdings ob des Mangels an Alternativen einer Rheinquerung zwischen Rastatt und Germersheim bereits ab Baden-Baden und Mutterstadt ausgeschildert werden müssen. „Weiträumig“ empfehlen Verkehrsexperten!
Über das deutlich ausgeweitete ÖPNV-Angebot berichtete Ascan Egerer, Chef der Verkehrsbetriebe: So sollen mehr als 2.500 zusätzliche Sitzplätze auf der Strecke Karlsruhe-Wörth auf der Schiene angeboten werden. Das geht in der Regel dadurch, dass man die Züge in Mehrfachtraktion fahren lässt. Speziell im Herbst zur Weinfestzeit in der Pfalz soll auch das Kontingent erhöht werden. Ferner soll die entsprechende Zahl der Park-and-Ride-Plätze erhöht werden. (voko)

Infos rund um das Mobilitätsportal: vmz.karlsruhe.de

Das "Wochenblatt" wird natürlich auch im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen weiter über die Situation berichten.

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