Stadtentwässerung baut Büro- und Verwaltungsgebäude
Leuchtturmprojekt für klimaneutrale öffentliche Bauten

So soll das neue Gebäude einmal aussehen

Kaiserslautern. Bereits vor gut zwei Wochen haben im Blechhammerweg 40 die Arbeiten am Neubau eines Büro- und Verwaltungsgebäudes der Stadtentwässerung Kaiserslautern (STE) begonnen. Bis Oktober 2020 soll ein klimaneutrales dreigeschossiges Gebäude mit 50 Büroarbeitsplätzen entstehen.

„Wir waren schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück in der Nähe der Kläranlage, da eine andere Betriebsfläche im Bereich Erzhütten-Wiesenthalerhof aufgegeben werden musste“, so STE-Vorstand Jörg Zimmermann. Fündig wurde man letztendlich direkt südlich des Firmensitzes im Blechhammerweg, auf der anderen Seite der Autobahn. Die rund 9000 m² große Fläche wurde sodann durch die Stadtentwässerung erworben. „Die beiden Standorte liegen noch so nah beieinander, dass man sich auch zukünftig im Bedarfsfall schnell persönlich untereinander austauschen und Betriebsstrukturen gemeinsam nutzen kann“, freut sich Zimmermann.
Das neue Bürogebäude wird eine Grundfläche von rund 420 Quadratmeter bei einer Länge von 32 Metern und eine Breite von 13 Metern aufweisen. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude ohne Unterkellerung. Etwa 1100 Quadratmeter Fläche wird das Bürogebäude bieten, in dem bis zu 50 Personen eine neue Wirkungsstätte finden werden. Die Bauzeit für das Gebäude und die zugehörigen Außenanlagen wird etwa 15 Monate betragen. Die Fertigstellung ist für den Oktober 2020 geplant und wird circa 3,5 Millionen Euro kosten.
„Wir sind den Zielen der Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien der Stadt Kaiserslautern verpflichtet. Ein Leuchtturmprojekt, was klimaneutral zu betreibende öffentliche Gebäude anbelangt!“, so die zuständige Dezernentin Beate Kimmel. Unter anderem mit einem Gründach und einer hellen Fassade soll die Aufheizung der Umgebung im Sommer durch Verdunstung und Rückstrahlung abgemindert werden. Sowohl das Gebäude selbst als auch die zugehörigen Infrastrukturanlagen sind nach aktuellen umwelt- und klimatechnischen Erkenntnissen geplant und ausgelegt.
Der Primärenergieverbrauch des Gebäudes soll mehr als 50 Prozent unter dem durch die Energieeinsparverordnung geforderten Standard für Neubauten bleiben. So wird die Stromversorgung durch Photovoltaikanlagen für Dach und Fassade in Kombination mit der vorhandenen Eigenstromversorgung der Zentralkläranlage aus der Verstromung von Klärgas sichergestellt. Die hierfür benötigen Verbindungsleitungen der Standorte sind bereits im Bau. Auch wird das Gebäude über acht Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge verfügen, die somit mit regenerativer Energie befüllt werden. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über eine Geothermieanlage. „Mit der Energie aus der Erde kann die Anlage im Winter heizen und im Sommer die Kühlung der Räume unterstützen. In Kombination mit einer Lüftungsanlage, die Verdunstungskälte hocheffizient nutzt, können wir zu jeder Jahreszeit gute Arbeitsbedingungen bieten“, ist sich STE-Vorstand Zimmermann sicher. Durch die Kombination passiver und aktiver Energiespartechniken und die Nutzung der Überschussenergie der Zentralkläranlage wird der Primärenergieverbrauch auf ein Minimum reduziert.
„Gerade als Stadtentwässerung legen wir darüber hinaus besonderen Wert darauf, dass Gebäude und Grundstück über eine ökologische Regenwasserbewirtschaftung verfügen“, erklärt Jörg Zimmermann. Beispielhaft seien hier das Retentionsgründach und die unterirdischen Speicherblöcke zum Rückhalt von Regenwasser zu erwähnen. ps

Autor:

Pressestelle Stadt Kaiserslautern aus Kaiserslautern

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