Fahrradkino in Kaiserslautern: 200 Gäste strampeln Strom für den Film
- Open-Air-Kino mal anders: Beim Fahrradkino in Kaiserslautern läuft der Film nur, wenn genug Menschen auf den angeschlossenen Rädern mitradeln
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Kaiserslautern. Wer am Mittwoch, 27. Mai, ins Fahrradkino auf dem Pfaffgelände kam, musste nicht nur zuschauen: Beim ersten Termin dieser Art in Kaiserslautern erzeugte das Publikum den Strom für die Filmvorführung selbst. Rund 200 Gäste sahen im Kohlenbunker den Dokumentarfilm „Cycling Cities“ von Ingwar Perowanowitsch, der gegen Spenden gezeigt wurde.
Acht Fahrräder waren über sogenannte Ökotrainer mit dem Abspielgerät verbunden. Wer in die Pedale trat, lieferte die Energie für Bild und Ton – während der Vorführung wechselten sich die Besucherinnen und Besucher beim Radfahren ab.
So funktionierte das Kino per Muskelkraft
Auf der Leinwand zeigte eine Anzeige für jedes einzelne Fahrrad, wie viel Watt gerade zusammenkamen. Bürgermeister Schulz machte zum Start den Gedanken dahinter deutlich: „Das Fahrradkino ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung ganz im Sinne unseres 750-jährigen Stadtjubiläums. Lassen Sie uns daher gemeinsam in die Pedale treten und so zum Erfolg des Kinoabends beitragen“, sagte Schulz – und stieg selbst aufs Rad.
- Im Kohlenbunker auf dem Pfaffgelände trat Bürgermeister Manfred Schulz einer der Besucher, die abwechselnd in die Pedale traten und so den Strom für die Filmvorführung lieferten
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Partner, Technik und kleine Verzögerung beim Start
- Eines der "Stromlieferanten" für das Fahrradkino
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Organisiert wurde das Fahrradkino von Verkehrsplanung und EUROPE DIRECT beim Referat Stadtentwicklung, dem Klimaschutzmanagement beim Referat Umweltschutz, EnStadt:Pfaff und der KL.digital. Die Fahrräder stellten VRNnextbike und das Fahrradgeschäft e-motion zur Verfügung, KL.digital brachte Technik, Leinwand und Ökotrainer mit; Bayer & Strobel Architekten unterstützten vor Ort.
Weil das Wetter sehr gut war und die Leinwand anfangs zu hell ausgeleuchtet war, startete der Film später als geplant. Für eine mögliche Wiederholung gab es laut Stadtverwaltung bereits erste Ideen, wie sich das nachjustieren lässt – das Publikum ließ sich davon offenbar nicht stören, auch Foodtruck und Eiswagen bekamen schon vor Filmbeginn viel Zuspruch. red/lmo
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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