Auszeichnung „MINT-freundliche Schulen“ und „Digitale Schulen“ in Rheinland-Pfalz
Das St.-Franziskus-Gymnasium und -Realschule wird "Digitale Schule"

Das St.-Franziskus-Gymnasium und –Realschule ist stolz, als „Digitale Schule“ geehrt worden zu sein. Diese Auszeichnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung des alten und neuen Trägers, der Arbeitsgruppe „Digitalisierung“ und des gesamten Kollegiums des SFGRS. Trotz der Corona bedingten Herausforderungen wurde, nicht nur in den Sommerferien, stringent an der Umsetzung des Digitalpaktes gearbeitet. In einem hochmotivierten und kompetenten Team wurde die Ausstattung des Schulhauses mit W-LAN und aller Fach- und Klassenräume mit Smart-Displays geplant und umgesetzt. Neue Konzepte des digitalen Lehrens und Lernens wurden erarbeitet und interne Fortbildungen wurden durchgeführt, sodass die Schule nicht nur für kommende Corona-Szenarien, sondern auch für die Zukunft im digitalen Zeitalter gut gerüstet ist. Der Unterricht mit den neuen Medien bereitet den Lehrkräften wie der Schülerschaft große Freude. Dem „alten Träger“, den Dillinger Franziskanerinnen, ist das SFGRS sehr dankbar, dass sie diesen großen Schritt mitgetragen und finanziell unterstützt haben. (Franziska Barlet)

Mainz/Berlin, 02. September 2020

30 Schulen aus Rheinland-Pfalz wurden heute in einer Onlineveranstaltung von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhielten sechs Schulen das erste Mal die Auszeichnung und weitere 24 Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Darüber hinaus wurden 18 Schulen, davon zehn erstmalig, als „Digitale Schule“ geehrt.

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Rheinland-Pfalz steht unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Das Jahr 2020 hat uns allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie erleben wir, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls als für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt. Die heute ausgezeichneten »MINT-freundlichen Schulen« zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z.B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die MINT-freundlichen Schulen weisen nach, dass sie mindestens 10 von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen. [...] Viele Partner [wie der Verband der Internetwirtschaft] erkennen die Ehrung als Zeichen der MINT-Qualität in Rheinland-Pfalz an[.]

Zusätzlich wurden 18 Schulen als „Digitale Schule“ geehrt. Diesen Schulen wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. Regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.
Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und wurden von Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der o.g. Verbände entworfen. Die Ehrung als „Digitale Schule“ ist dabei wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig. Das Signet „Digitale Schule“ wird in Rheinland-Pfalz vergeben von [vielen] Partnern [wie dem Frauenhofer IAIS].

„Vieles war anders in den vergangenen Monaten. Konzepte zur digitalen Bildung traten verstärkt in den Vordergrund des Lehrens und Lernens. Die Krise offenbarte ganz viele Beispiele, in denen digitale Bildung an unseren Schulen gelingt, ja, auch Defizite wurden an manchen Standorten sichtbar. Vor allem haben wir aber ein außerordentliches schulisches Engagement erlebt. Gemeinsam haben wir uns dafür eingesetzt, dass Bildung trotz der Krise gelingen kann. Die Auszeichnung der MINT-freundlichen und der Digitalen Schulen macht in jedem Jahr deutlich, dass unsere Schullandschaft in Rheinland-Pfalz sehr gut aufgestellt ist und vor allem, dass unsere Schulen, unsere Lehrkräfte und unsere Schülerinnen und Schüler mitmachen und mitgestalten wollen – dafür bedanke ich mich: Sie alle helfen mit, dass Rheinland-Pfalz zu einem starken MINT-Land wird. Allen ausgezeichneten Schulen gratuliere ich recht herzlich“, so die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

"Die Corona-Krise hat im deutschen Bildungssystem für viel Sorge, aber auch für viel Bewegung gesorgt. Es gibt zahlreiche Lehrkräfte in Deutschland, die die Krise genutzt haben, um sich und die eigene Schule weiterzuentwickeln und zu digitalisieren. Nach dem Motto "Turning Desaster into Triumph" haben die MINT-freundlichen Schulen ebenso wie die Digitalen Schulen - seit Jahren durch klare Arbeit vorbereitet - gezeigt, wie gute digitale Schule geht und wie wichtig das Zusammenspiel von MINT und Digitalisierung ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz, dass wir in Rheinland-Pfalz 30 Schulen als "MINT-freundliche Schule" und 18 als "Digitale Schule" ehren können. Herzlichen Glückwunsch!", so der Vorstandsvorsitzende der Initiative "MINT Zukunft schaffen!", Thomas Sattelberger.

Einen Überblick über die Standorte unserer ausgezeichneten Schulen finden Sie auf unserer Website in einer neu gestalteten virtuellen Landkarte. Diese wird von unserem Partner ESRI Inc. bereitgestellt, der bereits das Robert-Koch-Institut und die Johns Hopkins Universität bei der Kartenerstellung im Zuge der COVID-19-Forschung unterstützt. Ein besonderer Dank gilt hier unserem breiten Netzwerk an ehrenamtlichen MINT-Botschafterinnen und Botschaftern, die die Erstellung der Landkarte aktiv unterstützen.

Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen«: Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Hierzu nehmen wir insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger in MINT-Studiengängen an den Hochschulen in Deutschland und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils, die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen.

(offizieller Pressetext, Ansprechpartner Presse, Benjamin Gesing, MINT Zukunft e.V.)

Autor:

Franziska Barlet aus Kaiserslautern

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