Seekühe zu stark für die Krokodile
KSK belegt beim Turnier in Friedrichsthal Platz drei
- Platz 3 beim 7. Alois-Uder-Pokal in Friedrichsthal: Kaiserslauterer SK
Stehend v.l.n.r.: Johann Lehmann, Ulf Feddeck, Niklas Birich (davor), Marius Schuler, Lea Korn, Leon Birich, Kyrylo Dmytriiev, Björn Schlick, Ilya Dmytriiev
Im Wasser v.l.n.r: Jan-Philipp Minges, Mattis Starck - Foto: Lea Korn
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Die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs haben ihr letztes Event des Jahres 2025 erfolgreich beendet und kehrten mit der Bronzemedaille vom 7. Alois-Uder-Pokal des SV Friedrichsthal zurück. Nachdem man ihnen bereits in der Vorrunde knapp unterlag, mussten sich die Krokodile dem späteren Turniersieger Water Polo Manatees (auf Deutsch: Rundschwanzseekühe) im Halbfinale erneut hauchdünn geschlagen geben, landeten aber dank eines 10:3 im kleinen Finale gegen den SV 08 Saarbrücken noch auf dem Treppchen.
Noch nicht so richtig rund lief es für die Lauterer in der ersten Halbzeit des Auftaktmatches gegen Swimming Luxembourg. Zwar führte man schnell mit 2:0, spielte dann aber im Angriff etwas zu schlampig und hinten zu unkonzentriert, sodass der Gegner wieder ins Spiel kam. Nach je einem KSK-Treffer kurz vor und nach der Pause, war dann die entscheidende Szene, dass die Luxemburger beim Stand von 4:6 aus ihrer Sicht einen Strafwurf nicht zum Anschluss nutzen konnten. Stattdessen schnürten die Krokodile postwendend einen weiteren Doppelpack und gewannen schließlich deutlich mit 11:5.
In der zweiten Partie kamen zwar auch die Wasserfreunde Gemmingen nach schnellem Rückstand wieder zum 2:2 Ausgleich, doch diesmal stellte der KSK die Weichen noch in der ersten Halbzeit auf Sieg: Einer 7:3 Pausenführung ließ man nach dem Seitenwechsel nochmal das gleiche Ergebnis folgen und siegte souverän mit 14:6.
Weniger torreich, dafür äußerst spannend verlief die Begegnung mit den Water Polo Manatees, einer gemischten Turnier-Mannschaft mit Akteuren aus ganz Süddeutschland, die diesmal jedoch zum Großteil aus Spielern des SV Friedrichsthal bestand. Den 2:0-Vorsprung der „Seekühe“ konnten die Krokodile erst kurz vor der Halbzeit verkürzen, schwammen aber direkt nach dem Seitenwechsel dem 1:3 hinterher. Zwar kämpften sich die Lauterer nochmal zum 3:3 zurück, danach gingen sie aber mit ihren wenigen Chancen zu fahrlässig um, während das Mixed-Team zweimal eiskalt zuschlug und nicht unverdient mit 5:3 die Oberhand behielt.
Somit musste im abschließenden Spiel gegen die Masters des SV Friedrichsthal mindestens ein Unentschieden her, um ins Halbfinale einzuziehen. Und diese Pflichtaufgabe erfüllten die Krokodile tadellos: Nach dem 5:1 zur Halbzeit konnten sie bereits vorzeitig einen Gang zurückschalten, holten sich aber dennoch mit 8:4 den dritten Sieg im vierten Spiel und landeten aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs gegenüber den Manatees (die gegen die Gastgeber mit 6:11 den Kürzeren zogen) am Ende der Vorrunde auf Platz drei.
Demnach traf man im Halbfinale also erneut auf die Water Polo Manatees und abermals entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide mit viel Kampf und wenig Toren. Als sich beide Teams beim Stand von 3:3 wohl schon mit einem Entscheidungswerfen von der Fünfmeterlinie abgefunden hatten, gelang den „Seekühen“ in buchstäblich allerletzter Sekunde der entscheidende Treffer zum 4:3.
Immerhin ließ man sich durch die unglückliche Niederlage nicht aus der Fassung bringen und zeigte im kleinen Finale eine Trotzreaktion. Der SV 08 Saarbrücken (zuvor dem SV Friedrichsthal deutlich mit 3:12 unterlegen) konnte nur bis zum 2:2 mithalten und war mit dem Endstand von 10:3 noch gut bedient.
In einem äußerst spannenden Endspiel revanchierten sich die Manatees in einem von der Kaderbesetzung her fast schon „vereinsinternen“ Duell beim SV Friedrichsthal für die Vorrundenniederlage und gewannen mit einem 8:7 nach Fünfmeterwerfen erstmals den Alois-Uder-Pokal. Der KSK erreichte im siebten Anlauf zum siebten Mal das Treppchen – dahinter rangierten der SV 08 Saarbrücken, das Team von Swimming Luxembourg, die Friedrichsthaler Masters und die Wasserfreunde Gemmingen auf den weiteren Plätzen. (sts)
So spielten sie: Björn Schlick (im Tor / 1 Treffer), Ulf Feddeck, Kyrylo Dmytriiev (5), Niklas Birich (5), Marius Schuler (8), Lea Korn (1), Stefan Stranz (5), Jan-Philipp Minges (6), Leon Birich (10), Mattis Starck (5), Johann Lehmann (3), Ilya Dmytriiev (im Tor)
Autor:Stefan Stranz aus Kaiserslautern |
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