High Tech aus Germersheim: Landrat Brandl besucht Walther Systemtechnik
- Beim Firmenbesuch geht es darum, welche regionalen Betriebe High-Tech für Alltag und Industrie liefern. (v.l.) Kreisbeigeordnete Anette Kloos, Geschäftsführer-Duo Dr. Henning Wagner, Dr. Frederic Förster, Landrat Martin Brandl, IHK-Geschäftsbereichsleiter Tim Wiedemann und Stadt-Beigeordneter Dr. Sascha Hofmann.
- Foto: KV GER/Maria Farrenkopf.
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Germersheim. Wie präzise dosierte Technik aus der Südpfalz in Elektroautos, Medizintechnik und sogar in der Lebensmittelproduktion landet, hat sich Landrat Martin Brandl jetzt direkt vor Ort angeschaut. Eine Delegation besuchte die Walther Systemtechnik GmbH in Germersheim und informierte sich über Entwicklung und Fertigung der Dosiertechnologien.
Walther Systemtechnik arbeitet an Lösungen für das Fördern, Auftragen und Dosieren flüssiger und pastöser Medien. Das Spektrum reicht nach Angaben des Unternehmens von dünnflüssigen Ölen und Lacken bis hin zu hochviskosen Fetten und Klebstoffen. Ein Beispiel für die Variantenvielfalt nennt die Firma beim zentralen Sprühventil, das sich in mehr als 10.000 unterschiedlichen Varianten konfigurieren lässt.
High-Tech-Systeme aus Germersheim, getestet vor dem Einsatz
In Germersheim plant, konfiguriert und testet das Unternehmen seine Dosiersysteme von Grund auf. Beim Kunden sollen sie sich anschließend prozesssicher in die jeweilige Fertigungsschiene einfügen. Geschäftsführer Dr. Frederic Förster beschreibt den Anspruch des Betriebs so: „Je feiner und je höher automatisiert, umso lieber“.
Nach Angaben des Unternehmens arbeiten aktuell rund 50 Mitarbeitende bei Walther Systemtechnik. Das Team setzt dabei auf moderne Arbeitsweisen, etwa zunehmend papierloses Arbeiten. Künstliche Intelligenz nutzt der Betrieb gezielt in der Programmierung, der Prozessoptimierung und im Marketing.
Um Fachkräfte zu sichern, vernetzt sich Walther Systemtechnik nach eigenen Angaben mit regionalen Universitäten und bildet außerdem Industriemechaniker aus. Strategisch stellt sich der Betrieb breiter auf, um unabhängiger von der Automobilindustrie zu werden. Zukunftssektoren wie Medizintechnik und Lebensmittelbranche prägen das Geschäft demnach heute maßgeblich.
Beim Besuch nutzten die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Gelegenheit zum Austausch. Im Mittelpunkt standen laut Kreisverwaltung Germersheim Impulse für den Standort Südpfalz. Dazu zählen das Bündeln regionaler Kräfte, ein offenerer Umgang mit neuen Technologien sowie die Förderung von Innovationen und Start-ups.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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