Grundsatzbeschluss zur Schwimminitiative im Kreis Germersheim
Bessere Schwimmförderung für Kinder

Kind schwimmt

Landkreis Germersheim. Mit einem Grundsatzbeschluss haben die Mitglieder des Kreistags in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für die Umsetzung einer Schwimminitiative votiert und dabei in mehreren Wortbeiträgen von einem Leuchtturmprojekt für Rheinland-Pfalz gesprochen. Landrat Dr. Fritz Brechtel zeichnete in seiner Einführung in das Thema den Weg nach, den die Schwimminitiative bereits genommen hat - von der ersten Idee und der Vermutung, dass es bei jungen Schülerinnen und Schülern an Schwimmkompetenz mangelt, bis hin zu einer Richtlinie, die nun zügig verabschiedet werden soll. „Der Kreistag hat bereits 500.000 Euro für die Schwimmförderung freigegeben, die im aktuellen Haushalt vorgehalten werden. Jetzt wird der Entwurf einer Richtlinie mit der ADD als Aufsichtsbehörde abgestimmt, um die rechtskonforme Förderung zu gewährleisten“, so Brechtel.

Die Schwimmförderung richtet sich insbesondere an Kinder der Klassenstufen zwei bis sechs. Eine vom Kreis in Auftrag gegebene Studie hatte gezeigt, dass nur etwa 40 Prozent der Kinder im Kreis Germersheim nach Beendigung der Grundschule Schwimmen gelernt hatten. Rund 60 Prozent waren hingegen als Nichtschwimmer oder Halbschwimmer einzustufen. Landrat Brechtel informierte darüber, dass nach dem Sportfördergesetz die Benutzung der Hallen- und Freibäder durch Schulen kostenfrei ist, und die zuständige Dienstaufsichtsbehörde eine pauschale Förderung von Schwimmstätten nicht gestattet. Aus diesem Grund wurden in der Richtlinie individuelle Finanzierungsmodelle vorgeschlagen, um es Schulen zu ermöglichen, für möglichst viele Kinder Schwimmunterricht anbieten zu können.

Zusätzlich zu den Hauptbeteiligten Schulen, Schwimmstätten und Vereine - wie beispielsweise die DLRG - sollte sich nach Ansicht der Kreisverwaltung auch ein ausgebildeter Schwimmkoordinator gesellen, der Angebot und Nachfrage koordiniert. Grundsätzlich möglich ist ein Schwimmunterricht von 15 Doppelstunden pro Schulklasse. „Zur Unterstützung der Schulen halten wir es für sinnvoll, eine externe pädagogische Fachkraft mit Schwimmlehrerausbildung als Schwimmkoordinator zu beauftragen, der die Schulen bei der Vorbereitung, Koordination und Umsetzung des Schwimmunterrichtes unterstützt. Auch der Einsatz von ehrenamtlichen Fachkräften ist denkbar. Eine Kooperationsvereinbarung mit der DLRG soll beispielsweise besprochen werden, ebenso die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Die Zusammenarbeit aller genannten Partner ist die beste Voraussetzung dafür, dass möglichst viele unserer Kinder schwimmen lernen.“ so Brechtel am Rande der Kreistags-Sitzung. Er zeigte sich froh, dass die Mitglieder des Kreistages die Initiative einstimmig unterstützen. Da mit dem für Rheinland-Pfalz einmaligen Projekt Neuland betreten wird, soll das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt und nachjustiert werden, um das erklärte Ziel einer Erhöhung der Schwimmfähigkeit unter Kindern schnell und zielgerichtet näher zu kommen. Derzeit gibt es im Landkreis Germersheim pro Klassenstufe zirka 60 Schulklassen, was bei den im Fokus stehenden Klassenstufen zwei bis sechs in Summe etwa 300 Lerngruppen entspricht. ps

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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