PAMINA-Region: Schritte gegen Hürden im grenzübergreifenden Gesundheitsalltag
- Gemeinsamer Hitzeaktionsplan als mittelfristiges Ziel
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Pfalz. Unterschiedliche Regeln im Gesundheitssystem machen den Alltag im Grenzraum komplizierter. Der Eurodistrikt PAMINA bringt deshalb Verwaltungen und Gesundheitsakteure aus Nordelsass, Baden und der Pfalz an einen Tisch, um Vorsorge und Versorgung grenzüberschreitend besser zu koordinieren.
Im Rahmen des Interreg VI A Oberrhein Projekts Territoire de santé PAMINA Gesundheitsregion entwickelt die Region grenzüberschreitende Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung. Wie der EVTZ Eurodistrikt PAMINA mitteilt, hat man nun dafür die Arbeitsgruppe Umweltgesundheit und Health in for all policies gestartet.
Gemeinsamer Hitzeaktionsplan als mittelfristiges Ziel
Rund dreißig Mitarbeitende öffentlicher Verwaltungen sowie politische Vertreterinnen und Vertreter und weitere Fachleute gründeten die Arbeitsgruppe. Dabei stellten sie unter anderem regionale Strategien vor, darunter Maßnahmen des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, den Regionalen Umweltgesundheitsplan Grand Est sowie ein Maßnahmen-Tool zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus Rheinland-Pfalz.
In einer Podiumsdiskussion tauschten sich die Teilnehmenden über Beispiele aus der kommunalen und interkommunalen Praxis aus. Dabei ging es auch um Aktionen des Gesundheitsamts Südwestpfalz und um eine kommunale Gesundheitsvereinbarung des Pôle d’Equilibre Territorial et Rural Pays de Saverne, Plaine et Plateau.
Die Gespräche zeigten, dass die Vorsorge gegen gesundheitliche Folgen steigender Temperaturen in den drei PAMINA-Teilräumen unterschiedlich weit ist. Als mittelfristiges Ziel nennt der Eurodistrikt einen gemeinsamen Hitzeaktionsplan. Die Teilnehmenden vereinbarten außerdem eine zweite Sitzung vor Ende des Jahres.
Arbeitsgruppe prüft Zugang zur Versorgung im Grenzraum
Im Mai beteiligte sich der EVTZ Eurodistrikt PAMINA außerdem an der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe Gesundheitskorridor im deutsch-französischen Grenzraum in Sarreguemines. Die Runde, die vom Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Vertrags von Aachen initiiert wurde, brachte rund vierzig zentrale Akteure des Gesundheitswesens zusammen, darunter zuständige Ministerien und Behörden, deutsche Partner auf Bundes- und Länderebene sowie Verantwortliche der Sozialversicherungsträger.
Die Arbeitsgruppe will bis Ende des Jahres eine Bestandsaufnahme erarbeiten, welche Bedingungen den Zugang zur Gesundheitsversorgung in grenzüberschreitenden Lebensräumen erleichtern. Denn trotz grundsätzlicher Freizügigkeit und bestehender Vereinbarungen verursachen Unterschiede zwischen den nationalen Gesundheitssystemen in der Praxis weiterhin administrative und finanzielle Hindernisse.
Als gemeinsame Herausforderungen nennt der Text auch die Entwicklung der medizinischen Demografie, die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und den Fachkräftemangel. Das unterstreiche die Dringlichkeit, grenzüberschreitende und bürgernahe Lösungen zu entwickeln und zu erproben.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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