Wie es im Germersheimer Juz "Hufeisen" weitergeht
Jugendarbeit in Zeiten von Corona

Kinder- und Jugendzentrum "Hufeisen" in Germersheim
  • Kinder- und Jugendzentrum "Hufeisen" in Germersheim
  • Foto: IB/flyer
  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Germersheim. Das Kinder- und Jugendzentrum "Hufeisen" des Internationalen Bundes (IB) in Germersheim befindet sich in den Mauern der Festungsanlage Fronte Beckers, die hohen Räume mit dem historischen Gewölbe geben dem Juz (Jugendzentrum) ein ganz besonderes Flair, das im direkten Kontrast zu dem moderner Anbau steht, in dem sich der Thekenbereich und die Büroräume befinden.Im "Hufeisen" gibt es viele normalerweise Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche sich zu beschäftigen, aber auch hier hat die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. Zwar ist auch hier der komplette Lockdown inzwischen beendet, aber das neue Programm "nach Corona" ist eingeschränkt und an die strengen Hygiene-Vorgaben angepasst.

"Seit der Schließung am 15. März haben wir unser Angebot natürlich an die Bedingungen angepasst", sagt Karim Eibad, der Leiter der Abteilung Soziale Arbeit Germersheim beim IB. "Es gibt natürlich Beratungsangebote, eine Hausaufgabenhilfe, den Bewerbungscheck und ein Sorgentelefon. Es wurden zudem von einer Mitarbeiterin im Jugendtreff Sondernheim Bastelpakete  für die Sondernheimer Kinder gepackt", berichtet er. Die Beratungsangebote seien leider nur  selten genutzt worden, Eibad schiebt das auf das durch die Corona-Krise entstandene "Überangebot an Beratungsangeboten". Viele der Themen seien zudem  in der Schule, als erste Anlaufstelle, bearbeitet worden, außerdem würden sich gerade Kinder in einer solchen Situation nur ganz bedingt öffnen.

Schutzmaßnahmen, Teilnehmerbegrenzung, Jugendarbeit outdoor

Für den geplanten Neustart gelten im "Hufeisen" natürlich auch neue Regeln: "Die allgemein gültigen Empfehlungen des RKI und die Anordnungen der Länder gelten als verpflichtend für die Aufnahme von Besuchern. So etwa Abstandsregeln, Handhygiene, Hust- und Niesetikette auf Seiten der Besucher. Auf Mitarbeiterseite: Hygienemaßnahmen nach den gültigen Schutzkonzepten, Informationen erfassen um die Verbreitungskette nachhalten zu können, Vorleben der gültigen Schutzmaßnahmen durch die Mitarbeiter, Sensibilisierung der jungen Menschen für die besondere Situation", erklärt Eibad und fügt an, dass die Erfahrungen in den Schulen gezeigt haben, dass eine Umsetzung schwierig aber möglich sei. "Wir werden in Zukunft sehen, wie sich die offene Kinder- und Jugendarbeit ausgestalten lässt. Es wird wohl zu Teilnehmerbegrenzungen kommen und wir werden analog personell unterfüttern müssen, um die Konzepte durchsetzen zu können. Unserer Meinung nach benötigen die jungen Menschen wieder einen Raum. Die in der Vergangenheit genutzten Räume (Parks, öffentliche Plätze, öffentliche Begegnungsräume) stehen den jungen Menschen derzeit nur bedingt zur Verfügung. Durch unsere geplante Verlagerung ins Freie können sichere Flächen geschaffen werden. Durch eigene Erstellung der Möbel erschließen die jungen Menschen somit ihren eigenen Raum und erfahren Selbstwirksamkeit, in einer Zeit der Fremdbestimmung", sagt Karim Eibad.

Wenig Planungssicherheit und Freude auf den Neustart

Unter dem Vorbehalt, dass Corona es zulässt, plant das Germersheimer Kinder- und Jugendzentrum den Neustart mit einem Programm für die Sommerferien. "Es wird ein Ferienprogramm in der Zeit vom 20. Juli. bis zum 7. August geben. Dies wird verschiedene Aktivitäten beinhalten: einen Film-Dreh (inklusive Drohne und anschließendem Video-Schnitt), einen Hexen und Hexer-Workshop, Wanderungen, Spiel und Spaß im Freien, einen Harry Potter Quest, Schattentheater und einiges mehr", berichtet der Sozialarbeiter. Nach Abschluss der Sommerferien-Angebote soll es auch - im Rahmen der Möglichkeiten - ein Wiedersehensfest für die Kids geben, ein Datum stehe aber noch nicht fest. "Wir arbeiten derzeit an Sitzgelegenheiten, die auch Outdoor überdauern können und die derzeitigen Bedürfnisse abdecken. Da wir vor dem Jugendzentrum eine große Fläche nutzen können, werden wir diesen als Lounge-Bereich mit selbstgebauten Sitzgelegenheiten umwandeln und den Begegnungsraum ins Freie verlegen. Ab wann ist noch nicht abschließend zu sagen. Wir tendieren mit unserer Planung in Richtung nach den Sommerferienangeboten, da in der Ferienzeit der Raum für die Betreuung der Kinder genutzt wird." Derzeit plane man alle Angebote allerdings nur vorbehaltlich, da es immer wieder zu neuen Bewertungen und Anpassungen der Schutzkonzepte kommen könne und sich die daraus resultierenden Möglichkeiten natürlich immer wieder verändern.

Infos über die Angebote im Kinder- und Jugendzentrum "Hufeisen" gibt es im Internet

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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