"SWR" zeigt Sondersendung am 16. September
Doku über versunkene Lokomotive in Germersheim

Eisenbahnfreunde wollen die älteste noch existierende deutsche Dampflok bergen, allen voran Horst Mülller (rechts), ehemaliger Lokführer aus Cochem an der Mosel.
Eisenbahnfreunde wollen die älteste noch existierende deutsche Dampflok bergen, allen voran Horst Mülller (rechts), ehemaliger Lokführer aus Cochem an der Mosel. (Foto: SWR)

Germersheim. Schon seit Jahren verfolgt das "SWR"-Fernsehen die Suche von Eisenbahnfreunden nach der ältesten noch existierenden Lokomotive Deutschlands. Jetzt, da man sie tief im Kiesbett unter dem Rhein geortet hat, erzählt eine Sonntagabend-Dokumentation am 16. September, um 20.15 Uhr die Geschichte der „Jäger der versunkenen Lok“. Diese hat alles, was eine gute Geschichte ausmacht: Spannung, überraschende Wendungen, hartnäckige Helden, Rückschläge - und ein Happy End. Denn am 21. Oktober soll die Lok aus dem Rhein geborgen werden.

Für die einen ist es eine Schatzsuche. Für die anderen einfach nur ein Abenteuer. Und wieder andere wollen schlicht ein einmaliges Industriedenkmal retten. Am 14. Februar 1852 versank bei einem Transportunfall auf dem Rhein bei Germersheim eine Lokomotive. Wie kommt eine Lokomotive auf den Rhein? Wer hat sie gebaut? Wie kam es zu dem Unfall? Warum scheiterten alle Hebungsversuche? All diese Fragen beantwortet die SWR-Dokumentation „Jäger der versunkenen Lok“.

Die 90-minütige Sendung beschreibt auch, wie die lange vergessene Lokomotive mehr als 150 Jahre nach dem Unfall wieder gesucht und gefunden wurde. Sie erzählt, wie eine Handvoll „Verrückter“ sich in den Kopf gesetzt hat, dieses einmalige Industriedenkmal der Nachwelt zu sichern. Denn sie wird - einmal gehoben - die älteste im Original-Zustand erhaltene Dampflokomotive Deutschlands sein.
Aber wie so oft, wird es auch in diesem Falle gehen: Ist eine Frage gelöst, stellen sich tausend neue Fragen.

Zwar weiß man jetzt, wo die versunkene Lok liegt. Aber in welchem Zustand ist sie? Wem gehört sie? Wie kann man sie bergen? Kann man sie restaurieren und wenn ja, wie? Gibt es vergleichbare Funde im Rhein?
Welchen kulturhistorischen Wert hat die Lok? Wo soll sie nach ihrer Bergung hinkommen? Und - ganz wichtig - wer soll das alles bezahlen? "SWR"-Filmautor Stefan Keber hat nach Antworten gesucht und die verschiedenen Puzzleteile der spannenden Geschichte zusammengetragen. (ps)

Weitere Informationen gibt es hier.

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