Wohnungsbau bricht in Baden-Württemberg ein: Hoffnung bei Genehmigungen

2025 wurde 25.565 Neubauwohnungen im Land fertiggestellt. (Symbolbild) | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Baden-Württemberg. Wer eine Wohnung sucht, spürt den Mangel deutlich. Im Südwesten sind zuletzt deutlich weniger neue Wohnungen gebaut worden.

Im Jahr 2025 wurden im Land 25.565 neue Wohnungen in Wohn und Nichtwohngebäuden fertiggestellt. Das sind 19 Prozent weniger als im Jahr davor. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Werden Wohnungen einbezogen, die etwa nach Umbauten wieder genutzt werden, ergibt sich eine Gesamtzahl von 30.292 Einheiten. Auch hier zeigt sich ein Minus von 17 Prozent.

Alle Gebäudetypen im Minus

Besonders stark ging der Bau von Zweifamilienhäusern zurück. Hier entstanden nur noch 2.456 Wohnungen. Das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent.

Auch bei Einfamilienhäusern sank die Zahl deutlich. 4.922 Wohnungen wurden fertiggestellt. Das sind 27 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Das größte Segment bleibt der Bau von Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen. Dort entstanden 16.672 neue Einheiten. Dennoch liegt auch hier ein Minus von 15 Prozent vor.

Noch stärker fiel der Einbruch bei Wohnungen in Nichtwohngebäuden aus. In diesem Bereich wurden lediglich 666 Wohnungen fertiggestellt. Das sind 39 Prozent weniger als zuvor.

Eine Ausnahme bilden Wohnheime. Dort wurden 849 Wohnungen gebaut. Das entspricht einem Plus von 55 Prozent.

Mehr Baugenehmigungen geben Hoffnung

Der Wohnungsbau steckt im Südwesten seit Jahren in einer Krise. Nach einem Tiefpunkt im Jahr 2024 zeigen die Genehmigungen inzwischen wieder nach oben.

Im Jahr 2025 erteilten die Behörden erstmals seit drei Jahren wieder mehr Baugenehmigungen für Wohnungen. Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2026 fort. In den ersten drei Monaten wurden 8.168 Wohnungen zum Bau freigegeben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 6.100. Das entspricht einem Anstieg von 33,9 Prozent.

Bis genehmigte Projekte tatsächlich fertiggestellt sind, vergeht jedoch meist einige Zeit. Gerade in Ballungsräumen bleibt bezahlbarer Wohnraum knapp. Hohe Wohnkosten belasten viele Haushalte im Land weiterhin deutlich. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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