Wiesen vertrocknet, Futter wird knapp: Land plant Millionenhilfe für Tierhalter

Agrarministerium unterstützt Landwirte beim Futtermittelkauf für Rinder. (Archivbild) | Foto: Marijan Murat/dpa
  • Agrarministerium unterstützt Landwirte beim Futtermittelkauf für Rinder. (Archivbild)
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Stuttgart. Tierhalter in Baden-Württemberg können wegen der Trockenheit auf finanzielle Hilfe hoffen. Das Agrarministerium in Stuttgart stellt nach eigenen Angaben bis zu fünf Millionen Euro bereit, wenn landwirtschaftliche Betriebe Futter für Rinder, Schafe und Ziegen zukaufen müssen.

Die Hilfen sind als finanzieller Teilausgleich gedacht. Unterstützt werden sollen Schäden, die unmittelbar durch Hitze und Trockenheit an Futterflächen entstanden sind. Nach Angaben von Agrarministerin Marion Gentges sind Wiesen und Weiden im ganzen Land ausgetrocknet. Auf vielen Grünlandflächen wachse kaum noch etwas nach. Auch Silomais sei teils großflächig vertrocknet oder ganz ausgefallen.

Warum die Lage für viele Betriebe kritisch ist

Viele Tierhalter müssen laut Ministerium bereits jetzt ihre Reserven verfüttern. Das gilt demnach unabhängig davon, ob ein Betrieb konventionell oder ökologisch wirtschaftet. Sollte ergiebiger Regen ausbleiben und in den verbleibenden Vegetationsmonaten nichts mehr nachwachsen, könnte sich die Lage weiter zuspitzen.

Auch der baden-württembergische Landesbauernverband hatte zuletzt auf die Folgen der wochenlangen Hitze und Trockenheit hingewiesen.

  • In manchen Betrieben sind die Futterbestände stark eingebrochen
  • Erste Tiere werden laut Verband vorzeitig zur Schlachtung gebracht
  • In Schwäbisch Hall und Umgebung gibt es demnach bereits Wartelisten bei Schlachthöfen

Wofür das Geld gedacht ist

Das Ministerium will Tierhalter nach eigenen Angaben in der schwierigen Lage entlasten, wenn Futterflächen durch die Witterung geschädigt wurden und deshalb Futter zugekauft werden muss. Weitere Details zur konkreten Ausgestaltung der Hilfen nannte das Haus zunächst nicht. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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