Wechsel in Berlin: Frei vor Wahl zum Fraktionschef
- Er soll der neue an der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag werden: Der bisherige Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU).
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Stuttgart. Für Beobachter der Bundespolitik steht bei Thorsten Frei ein Wechsel mit Folgen für die Unionsfraktion an: Der CDU-Politiker blickt nach eigenen Worten auf ein mögliches neues Amt mit deutlich mehr direktem Austausch und weniger Arbeit am Schreibtisch.
Bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Stuttgart sagte Frei, Politik sei für ihn immer das Arbeiten mit Menschen gewesen und nicht nur das Sitzen am Schreibtisch. In seiner bisherigen Aufgabe als Chef des Bundeskanzleramts habe er von morgens bis abends mit Akten zu tun.
Frei ist im Kanzleramt unter anderem für die Koordinierung innerhalb der Regierung zuständig. In den vergangenen Monaten sei er dadurch nicht zu Dingen gekommen, die er besonders gern mache. Als Beispiel nannte er Debatten im Parlament. Er sei ein leidenschaftlicher Debattenredner und habe das seit eineinhalb Jahren nicht mehr tun können.
Wahl der Unionsfraktion am Mittwoch, 29. Juli
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Frei gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder am Mittwoch, 22. Juli, als Nachfolger von Jens Spahn an der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag vorgeschlagen. Über die Personalie entscheiden noch die Abgeordneten von CDU und CSU. Dafür ist eine Sondersitzung der Fraktion am Mittwoch, 29. Juli, geplant.
Der Wechsel an die Fraktionsspitze hat bereits weitere Folgen für die Bundesregierung. Als Nachfolgerin von Frei im Kanzleramt benannte Merz am Freitag, 24. Juli, die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken. Deren Amt soll künftig der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann übernehmen. Merz kündigte zudem weitere Veränderungen in der Bundesregierung an. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |