Wachstumsschub in Mulfingen: EBM-Papst setzt auf Rechenzentren
- EBM-Papst rechnet mit weiterem Wachstum. (Archivbild)
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Mulfingen. Der weltweite Ausbau von Rechenzentren für KI und digitale Dienste sorgt beim Ventilatorenhersteller EBM Papst für kräftige Wachstumschancen. Das Unternehmen aus dem Hohenlohekreis erwartet in den kommenden Jahren deutlich steigende Umsätze.
Unternehmenschef Klaus Geißdörfer erklärte, dass vor allem die Kühlung großer Datenzentren zum wichtigen Treiber geworden ist. Für diesen Bereich meldet das Unternehmen bereits heute hohe zweistellige Wachstumsraten. Der Trend dürfte nach Einschätzung der Unternehmensführung mindestens in diesem und im kommenden Jahr anhalten.
Rechenzentren werden immer wichtiger
Schon jetzt stammt ein erheblicher Teil der Erlöse aus dem Geschäft mit der Kühlung digitaler Infrastruktur. Laut Geißdörfer liegt der Anteil derzeit bei rund 30 Prozent des Umsatzes.
In den kommenden zwei Jahren könnte dieser Anteil deutlich steigen.
- Aktueller Anteil des Rechenzentrums Geschäfts etwa 30 Prozent
- Prognose für die nächsten zwei Jahre etwa 40 bis 45 Prozent
- Treiber ist der weltweite Ausbau von KI und Cloud Rechenzentren
Für Hersteller von Ventilatoren und Kühlsystemen entsteht dadurch ein wachsender Markt. Große Serveranlagen müssen dauerhaft gekühlt werden, um stabil und energieeffizient zu laufen.
Umsatz wächst trotz Umbau im Konzern
Im vergangenen Geschäftsjahr bis Montag, 31. März, steigerte EBM Papst den Umsatz um sechs Prozent auf rund 2,24 Milliarden Euro. Das Wachstum fiel auch deshalb moderat aus, weil sich das Unternehmen aus mehreren Geschäftsfeldern zurückgezogen hat.
Im verbleibenden Kerngeschäft legte der Hersteller nach eigenen Angaben sogar um zwölf Prozent zu. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen in den fortgeführten Bereichen ein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent.
Konkrete Gewinnzahlen nennt EBM Papst traditionell nicht. Nach Angaben des Vorstandschefs hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich verbessert und das Unternehmen habe klar schwarze Zahlen geschrieben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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