Üppige Kirschernte in Baden-Württemberg: 19.100 Tonnen
- Obstbaubetriebe in Deutschland können in der Summe ein gutes Kirschenjahr bilanzieren. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Für Verbraucher zeigt die Ernte vor allem: Kirschen aus heimischem Anbau waren in diesem Jahr besonders reichlich verfügbar. Die Obstbaubetriebe im Südwesten fuhren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 19.100 Tonnen Süßkirschen ein. Das waren 16,7 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Als Gründe nennt die Statistik milde Temperaturen im Frühjahr und weniger Frostschäden. Dadurch hatten die Bäume bessere Bedingungen als in vielen anderen Jahren. Baden-Württemberg bleibt damit das wichtigste Bundesland für den Süßkirschen-Anbau in Deutschland. Auf rund 2.600 Hektar wachsen hier Süßkirschen.
Deutschlandweit mehr Kirschen geerntet
Bundesweit kamen die Betriebe auf 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen. Das waren 7,8 Prozent mehr als im Zehnjahresdurchschnitt und 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Zuwachs ging vor allem auf Süßkirschen zurück. Deutschlandweit wurden 38.900 Tonnen Süßkirschen geerntet. Damit lag die Menge 16,2 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.
Regional gab es aber deutliche Unterschiede. Während Baden-Württemberg bei Süßkirschen klar über dem Durchschnitt lag, fiel die Ernte in Rheinland-Pfalz schwächer aus. Dort wurden 2.000 Tonnen Süßkirschen eingebracht. Das waren 37,2 Prozent weniger als im Zehnjahresschnitt.
Auch Sauerkirschen im Südwesten im Plus
Bei Sauerkirschen schnitt Baden-Württemberg ebenfalls überdurchschnittlich ab. Die Betriebe ernteten 2.800 Tonnen. Damit wurde der Zehnjahresdurchschnitt um 38,1 Prozent übertroffen.
Baden-Württemberg lag bei der Menge vor Rheinland-Pfalz mit 2.100 Tonnen und Thüringen mit 1.500 Tonnen. Rheinland-Pfalz bleibt dennoch das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Sauerkirschen.
Gute Aussichten auch für Birnen
Auch bei Birnen rechnen die Obstbaubetriebe mit einer überdurchschnittlichen Ernte. Nach ersten vorläufigen Schätzungen dürften bundesweit 40.900 Tonnen zusammenkommen. Das wären 7,7 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, aber 3,3 Prozent weniger als im ertragsstarken Vorjahr.
Wichtigstes Anbauland für Birnen ist ebenfalls Baden-Württemberg. Auf rund 860 Hektar wird dort eine Ernte von 18.600 Tonnen erwartet. Das entspräche 45,4 Prozent der deutschen Birnenernte. Im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt wäre das ein Plus von 28,1 Prozent. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |