Trumpf-Chefin fordert mehr Arbeit – aber keinen Lohnverzicht
- Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller: «Die Menschen brauchen ihr Geld.»
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Ditzingen. Beschäftigte in Deutschland müssen sich auf eine neue Debatte über längere Arbeitszeiten einstellen: Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller hält eine Erhöhung mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit für zumutbar.
Bei der Bilanzpressekonferenz des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen im Kreis Ludwigsburg sagte Leibinger-Kammüller, die Arbeitszeit könne je nach Kraft und persönlicher Lage erhöht werden. Deutschland müsse produktiver werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Mehr Arbeit soll nicht weniger Lohn bedeuten
„Da kann dazugehören, dass wir mehr arbeiten. Es kann sicher nicht dazugehören, dass wir weniger verdienen“, sagte Leibinger-Kammüller. Die Menschen seien auf ihr Einkommen angewiesen.
Zuletzt hatte Mercedes-Benz die Debatte über Arbeitszeiten angestoßen. Der Autobauer brachte eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich ins Gespräch.
Trumpf-Chefin kritisiert Forderung in Tarifrunde
Parallel läuft die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das erste Gespräch in der vergangenen Woche endete ohne Angebot der Arbeitgeber.
Leibinger-Kammüller nannte die Forderung angesichts der wirtschaftlichen Lage „vollkommen überzogen“. Sie hoffe auf eine Einigung der Tarifparteien in der Mitte. Höhere Personalkosten belasteten Unternehmen in der derzeitigen Situation stark. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |