Tarifeinigung an Unikliniken im Südwesten: 5,4 Prozent mehr
- Der Tarifstreit bei den Unikliniken ist beendet. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Für Patientinnen und Patienten an den Unikliniken im Südwesten gibt es vorerst Entlastung: In Baden-Württemberg haben sich Arbeitgeber und Verdi im Tarifstreit auf einen Abschluss geeinigt.
Betroffen sind die vier Unikliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen mit rund 26.000 Beschäftigten. Nach mehrtägigen Warnstreiks waren zuletzt zahlreiche OP-Säle geschlossen. Das führte zu längeren Wartezeiten.
Mehr Geld in drei Schritten
Nach Angaben der Verhandlungspartner steigen die Entgelte in drei Stufen um insgesamt 5,4 Prozent. Ab Mittwoch, 1. Oktober, soll es 2,8 Prozent mehr Geld geben oder mindestens 100 Euro zusätzlich. Ab Dienstag, 1. Dezember, folgt ein Plus von 1,3 Prozent. Ab Samstag, 1. Juli, ist ein weiterer Schritt von 1,3 Prozent vorgesehen.
Für Auszubildende sind in drei Schritten insgesamt 120 Euro mehr vorgesehen.
Tarifvertrag soll 27 Monate gelten
Der neue Tarifvertrag soll 27 Monate laufen. Die zuständigen Gremien müssen dem Abschluss noch zustimmen.
Nach Verdi-Angaben konnten Forderungen der Arbeitgeber nach einer möglichen 45-Stunden-Woche und einer Koppelung der Jahressonderzahlung an Krankentage abgewehrt werden.
Verdi hatte ursprünglich 7,5 Prozent mehr Geld gefordert, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat. Für Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten verlangte die Gewerkschaft monatlich 250 Euro mehr. Die Arbeitgeber hatten zuvor unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten bei einer Laufzeit von 32 Monaten angeboten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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