Tarif-Forderung in Mainz: IG Metall will fünf Prozent mehr
- Verhandelt wird für Beschäftigte in der Autoindustrie, im Maschinenbau sowie in Metallbearbeitung und Elektrotechnik. (Symbolbild)
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Mainz. Für 388.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen fordert der IG-Metall-Bezirk Mitte fünf Prozent mehr Geld. Das beschloss die Gewerkschaft nach Beratungen der Tarifkommissionen in Mainz.
Die Forderung betrifft Beschäftigte unter anderem in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in der Metallbearbeitung und in der Elektrotechnik. Die IG Metall will zudem in Betrieben mit guter wirtschaftlicher Lage eine tarifliche Gewinnbeteiligung erreichen. Auch über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten in den vier Bundesländern soll verhandelt werden.
„Die wirtschaftliche Situation ist herausfordernd, und die Arbeitgeber führen einen abgestimmten, flächendeckenden Kampf gegen tarifliche Standards“, sagte der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger. Die Gewerkschaft müsse sich auf eine kämpferische Runde einstellen und sich gegen massive Angriffe wehren. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der IG Metall eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Diese Termine stehen in der Tarifrunde an
Der Vorstand der IG Metall will am Mittwoch, 23. September, in Frankfurt auf Grundlage der Rückmeldungen aus den regionalen Tarifkommissionen seine Forderung für bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie bekanntgeben.
- Mittwoch, 7. Oktober: Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden sind geplant.
- Freitag, 9. Oktober: Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe soll in Frankfurt stattfinden.
- Montag, 12. Oktober: Die IG Metall verhandelt mit den Arbeitgebern Thüringen in Erfurt.
- Ab November: Warnstreiks sind möglich.
Bei den regional geführten Verhandlungen ist der Bezirk Mitte für etwa 360.000 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie für 28.000 Metallerinnen und Metaller in Thüringen zuständig. Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG. Für sie gilt ein eigener Haustarifvertrag, der zum Jahresende ausläuft. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |