Stihl unter Druck: Weltkonjunktur bremst Wachstum am Stammsitz Waiblingen

Der Absatz von Stihl-Akkugeräten war zuletzt gewachsen. Vorstands-Chef Traub sägt bei der Bilanz-Pressekonferenz mit einer neuen Stihl-Akkusäge einen Baumstamm. | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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  • Der Absatz von Stihl-Akkugeräten war zuletzt gewachsen. Vorstands-Chef Traub sägt bei der Bilanz-Pressekonferenz mit einer neuen Stihl-Akkusäge einen Baumstamm.
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Waiblingen. Der Motorsägen- und Gartengerätehersteller Stihl spürt die schwächere Weltkonjunktur deutlich. Am Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart rechnet das Unternehmen damit, dass es schon schwierig wird, das aktuelle Umsatzniveau zu halten.

Vorstandschef Michael Traub sagte, das erste Quartal habe verhalten begonnen. Kunden weltweit zeigten sich zurückhaltend. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und unsicherer Handelsbeziehungen sei das Umsatzziel für das laufende Jahr eine Herausforderung.

Stihl bekommt Konjunkturflaute zu spüren | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Stihl bekommt Konjunkturflaute zu spüren
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Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz dennoch um 2,8 Prozent auf 5,48 Milliarden Euro. Damit näherte sich Stihl erneut dem Rekordwert aus dem Corona Jahr 2022 mit rund 5,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis bezeichnete Traub als zufriedenstellend. Konkrete Gewinnzahlen veröffentlicht das Familienunternehmen traditionell nicht.

Keine weiteren Stellenstreichungen geplant

2025 hatte Stihl bereits Arbeitsplätze abgebaut. Weitere Kürzungen sind derzeit nicht geplant. Ende 2025 arbeiteten mehr als 5.800 Menschen am deutschen Stammsitz. Ein Jahr zuvor waren es noch etwas mehr als 6.000 Beschäftigte.

Zum deutschen Stammwerk gehören mehrere Standorte in der Region Stuttgart sowie Werke im Landkreis Konstanz und in Weinsheim in Rheinland Pfalz. Der Stellenabbau in Deutschland hing auch mit einem Personalaufbau in China zusammen.

Weltweit beschäftigte Stihl Ende 2025 insgesamt 20.246 Menschen. Das waren 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein Grund ist unter anderem ein neues Werk in Rumänien, das Ende 2025 den Betrieb aufgenommen hat.

Akku-Geräte gewinnen an Bedeutung

In Rumänien entstand erstmals ein Werk, das ausschließlich Akkupacks und akkubetriebene Geräte produziert. Der Konzern richtet seine Strategie zunehmend auf diese Technik aus.

Ende 2025 lag der Anteil von Akku Geräten am weltweiten Absatz bei 27 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 25 Prozent. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist klar definiert.

  • Bis 2035 sollen vier von fünf verkauften Stihl Geräten mit Akku betrieben werden
  • Neue Produktionskapazitäten entstehen vor allem für Akkupacks und entsprechende Geräte
  • Die Nachfrage nach leiseren und emissionsfreien Geräten steigt weltweit

Der Wandel gilt als zentraler Baustein der Unternehmensstrategie in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. dpa/red

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Der Absatz von Stihl-Akkugeräten war zuletzt gewachsen. Vorstands-Chef Traub sägt bei der Bilanz-Pressekonferenz mit einer neuen Stihl-Akkusäge einen Baumstamm. | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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