Stihl und Kärcher setzen künftig auf gemeinsames Akkusystem

Stihl und Kärcher starten Akku-Allianz. (Foto-aktuell) | Foto: Marijan Murat/dpa
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Winnenden. Stihl und Kärcher wollen professionelle Geräte künftig mit demselben Akku betreiben. Das gemeinsame System soll den Arbeitsalltag vereinfachen, Investitionen langfristig nutzbar machen und später auch für weitere Hersteller geöffnet werden.

Das haben die beiden Familienunternehmen in Winnenden im Rems-Murr-Kreis angekündigt.

Kern der Partnerschaft ist ein von Stihl neu entwickeltes Akkusystem. Es soll künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt werden. Betroffen sind bei Stihl etwa Motorsägen sowie Garten- und Forstgeräte. Bei Kärcher geht es um Reinigungsgeräte für den professionellen Einsatz.

Weniger Technikwechsel im Arbeitsalltag

Nach Darstellung der Unternehmen soll das gemeinsame System den Einsatz verschiedener Geräte vereinfachen. Stihl-Chef Michael Traub sagte, professionelle Anwender brauchten Lösungen, die viele Aufgaben abdeckten, Komplexität reduzierten und Investitionen langfristig nutzbar machten.

Kärcher-Chef Hartmut Jenner bezeichnete die Zusammenarbeit als mehr als eine technische Lösung. Nach seiner Darstellung soll die Elektrifizierung professioneller Anwendungen damit weiter vorangetrieben werden.

Weitere Partner sind geplant

Nach Angaben der beiden Mittelständler sollen künftig auch weitere Hersteller das neue System nutzen. Genannt wurden unter anderem Anbieter von Forstwinden, Geräteträgern oder mobilen Tankstellensystemen.

Stihl zufolge werden derzeit 27 Prozent der weltweit verkauften Geräte mit Akku betrieben. In das neue System habe das Unternehmen in den vergangenen zwei bis drei Jahren einen „kleinen dreistelligen Millionen-Betrag“ investiert. Bei Kärcher sind nach Unternehmensangaben bereits 40 Prozent der Geräte akkubetrieben.

Akku-Allianzen gibt es bereits am Markt

Neu ist das Grundprinzip in Deutschland nicht. Seit 2018 gibt es das von Metabo gestartete CAS „Cordless Alliance System“. Nach Unternehmensangaben gehören dazu inzwischen 50 mittelständische Hersteller. Mit einem Akku lassen sich dort 500 Maschinen betreiben.

Auch Bosch Power Tools arbeitet seit Jahren mit Partnern bei Akkusystemen zusammen. Zur AmpShare Akku-Allianz zählen aktuell nach Unternehmensangaben 34 Partner. Zudem nutzen elf Marken ein gemeinsames Akkusystem, darunter Bosch „Home & Garden“, Gardena und Husqvarna. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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