Stellenabbau bei Biontech in Tübingen: 820 Jobs betroffen
- Biontech schließt Standorte seines früheren Konkurrenten Curevac - auch Tübingen. (Archivbild)
- Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Mainz. Beim Impfstoffhersteller Biontech stehen Hunderte Arbeitsplätze auf der Kippe. Besonders betroffen ist der frühere Curevac-Standort in Tübingen, der nach Unternehmensplänen bis Ende 2027 geschlossen werden soll.
Nach Angaben des Mainzer Unternehmens sind rund 820 frühere Beschäftigte von Curevac von den Einschnitten betroffen. Insgesamt plant Biontech den Abbau von bis zu 1.860 Stellen weltweit.
Mehrere Standorte betroffen
Der Konzern begründet die Maßnahme mit zu geringer Auslastung, bestehenden Überkapazitäten und notwendigen Kostensenkungen. Neben Tübingen stehen weitere Produktionsstandorte auf dem Prüfstand.
- Tübingen: Schließung des früheren Curevac-Hauptsitzes bis Ende 2027 geplant.
- Idar-Oberstein: Produktion von Biontech betroffen.
- Marburg. Anpassungen an der Produktion vorgesehen.
- Singapur. Auch dort sollen Stellen wegfallen.
Biontech hatte während der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Impfstoff verdient. Inzwischen belasten jedoch hohe Entwicklungskosten die Bilanz. Bereits 2025 meldete das Unternehmen einen Verlust in Milliardenhöhe. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres schrieb der Konzern rote Zahlen.
Fokus auf Krebsforschung
Die geplanten Einsparungen sollen nach Unternehmensangaben künftig vor allem in Forschung und Entwicklung fließen. Im Mittelpunkt stehen Medikamente gegen Krebs auf Basis der mRNA-Technologie.
Biontech hatte den Tübinger Biotechnologiekonzern Curevac erst kürzlich übernommen. Bis 2030 will das Unternehmen mehrere Zulassungsanträge für neue Onkologie-Medikamente stellen. Nach vollständiger Umsetzung der Sparmaßnahmen rechnet das Management ab 2029 mit wiederkehrenden Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro pro Jahr. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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