Sperrung am Brenner: Tausende protestieren gegen Transitverkehr
- Bei der Demonstration wird auch Kritik an Deutschland geäußert.
- Foto: Matthias Röder/dpa
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Matrei am Brenner. Auf einer der wichtigsten Alpenrouten stand der Transitverkehr zeitweise still. Mehrere Tausend Menschen demonstrierten am Brennerpass gegen die starke Verkehrsbelastung durch Autos und Lastwagen.
Wegen der Protestaktion wurde die Brennerroute am Samstag, 30. Mai, bis zum Abend für Transitfahrten gesperrt. Die Demonstration fand in Matrei am Brenner in Tirol statt. Viele Teilnehmer reisten mit dem Zug oder mit dem Fahrrad an und brachten Schilder mit Aufschriften wie „Genug ist genug!“ oder „Ruhe im Tal!“ mit.
Initiator Karl Mühlsteiger sprach von einer außergewöhnlich großen Beteiligung. „Es ist sensationell“, sagte der Bürgermeister der nahe gelegenen Gemeinde Gries am Brenner. Der Protest werde „in die Geschichte Tirols eingehen“.
Kritik an deutscher Verkehrspolitik
Ein Teil der Demonstranten richtete den Blick auch nach Deutschland. Auf mehreren Transparenten wurde die verzögerte Planung der Bahnzulaufstrecken in Bayern kritisiert. Diese sollen nach der Fertigstellung des Brennerbasistunnels mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen und die Autobahn entlasten.
Die Zahlen zeigen die Dimension des Verkehrs. Nach Angaben des Autobahnbetreibers Asfinag nutzten im Jahr 2025 rund 11 Millionen Autos und etwa 2,5 Millionen Lastwagen die mautpflichtige Brennerautobahn. Damit gilt sie als wichtigste Nord Süd Verbindung über die Alpen.
Berechnungen des Verkehrs und Umweltverbands VCÖ zufolge rollten zuletzt fast dreimal so viele Lastwagen über den Brenner wie über alle Alpen Transitstrecken der Schweiz zusammen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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