So schützen BASF, Daimler & Co. ihre Mitarbeiter vor Hitzeschocks
- Gegen hohe Temperaturen hilft manchmal ein Luftzug. (Symbolbild)
- Foto: Wolfram Kastl/dpa/dpa-tmn
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Rheinland-Pfalz. Wer bei Hitze arbeitet, kann in Rheinland-Pfalz je nach Betrieb früher anfangen, mehr Pausen machen oder in gekühlte Bereiche ausweichen. Nach der jüngsten Hitzewelle setzen große Arbeitgeber im Land auf flexible Arbeitszeiten, technische Kühlung, Trinkwasser und Homeoffice, damit Arbeit auch bei hohen Temperaturen möglich bleibt.
Die aktuelle Wetterabkühlung tut vielen Beschäftigten gut. Die Erinnerung an schwüle Büros, stickige Luft und aufgeheizte Produktionsbereiche ist aber noch frisch. Bei BASF, Daimler Truck in Wörth und der Debeka wird der Arbeitsalltag deshalb je nach Arbeitsplatz an die Wetterlage angepasst.
Früher anfangen, früher gehen
Beim landesweit größten Arbeitgeber BASF können Beschäftigte ihre Arbeitszeit nach Angaben einer Sprecherin nach Absprache flexibel an hohe Temperaturen anpassen. Möglich sind demnach verschiedene Modelle: früher starten, früher Feierabend machen oder einen freien Tag nehmen.
Auch technische Lösungen gehören zum Hitzeschutz. Am Arbeitsplatz nutzt BASF nach Unternehmensangaben unter anderem Sonnenblenden, Klimaanlagen und Ventilatoren. Klimatisierte Betriebsgaststätten können außerhalb der Mittagspausen ebenfalls als Arbeitsort dienen.
Kühle Hallen und Trinkwasser in Wörth
Bei Daimler Truck in Wörth soll die Hitze vor allem dort reduziert werden, wo Homeoffice keine Lösung ist. Zum Maßnahmenpaket gehört das nächtliche Kühlen von Arbeitsplätzen. So sollen Beschäftigte nicht mit der Wärme des Vortags in den neuen Arbeitstag starten.
Zusätzlich sollen Lüftungstechnik und Klimaanlagen die Raumtemperatur senken. An zahlreichen Spendern steht kostenlos gekühltes Trinkwasser bereit. Auch zusätzliche Pausen können die Belastung in der Produktion verringern. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten haben für uns höchste Priorität“, sagt eine Sprecherin.
Homeoffice als Ausweg aus aufgeheizten Büros
Für Büroarbeitsplätze kann Flexibilität besonders wichtig sein. Bei der Debeka können die Homeoffice-Regeln bei Hitze gelockert werden. Wer nicht zwingend im Büro sein muss, kann der aufgeheizten Umgebung ausweichen.
Nach Unternehmensangaben ist der größte Teil der Debeka-Hauptverwaltung in Koblenz klimatisiert. Dazu kommen Sonnenschutz, Wasser und klimatisierte Bereiche. Im internen Mitarbeiterportal erhalten Beschäftigte zudem Hinweise, wie sie hohe Temperaturen während der Arbeit besser bewältigen können.
Welche Maßnahmen im Betrieb helfen
Die Beispiele zeigen, dass Hitzeschutz je nach Arbeitsplatz unterschiedlich aussehen muss. In Büros geht es oft um flexible Arbeitsorte und Arbeitszeiten. In der Produktion müssen vor allem Raumtemperatur, Luftaustausch und Erholungszeiten verbessert werden.
- Arbeitszeit: Früherer Start, früheres Ende oder freie Tage nach Absprache
- Kühlung: Klimaanlagen, Lüftungstechnik, Ventilatoren und Sonnenblenden
- Pausen: Zusätzliche Erholungszeiten bei hoher Belastung
- Trinkwasser: Kostenlose gekühlte Getränke an Spendern
- Homeoffice: Lockerungen für Beschäftigte, die nicht vor Ort sein müssen
Ein einheitliches Modell gibt es nicht. Die gemeinsame Linie der Unternehmen lautet: Die Arbeit soll weiterlaufen, aber nicht auf Kosten der Gesundheit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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