Sinkende Rheinpegel bei Kaub: Schifffahrt bleibt eingeschränkt

Seit Mitte August wurden am Pegel Kaub steigende Wasserstände verzeichnet, seit einigen Tagen geht es wieder runter. | Foto: Boris Roessler/dpa
  • Seit Mitte August wurden am Pegel Kaub steigende Wasserstände verzeichnet, seit einigen Tagen geht es wieder runter.
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Kaub. Für Unternehmen und Lieferketten am Rhein bleibt der Transport per Schiff eingeschränkt: Am Mittelrhein bei Kaub können Frachtschiffe nach Einschätzung der Branche weiter nur teilbeladen fahren. Zwar hat sich die Lage nach den historischen Tiefständen im August etwas entspannt. Eine deutliche Entwarnung gibt es aber nicht.

Zwischen St. Goar und Mainz könnten Schiffe nach wie vor nur mit weniger Ladung passieren, sagte Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt. Die Beeinträchtigungen seien geringer als Anfang und Mitte August. Die zuletzt leicht gestiegenen Wasserstände hätten aber wieder zu deutlich mehr Schiffsverkehr geführt.

Warum Kaub für den Rheinverkehr entscheidend ist

Kaub liegt am Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz. Der Abschnitt gilt in der Branche als „Nadelöhr“ der Rheinschifffahrt, weil die Fahrrinne dort schlechter ausgebaut ist. Um die Schiffe voll beladen zu können, ist am Pegel Kaub für die meisten Schiffe ein Wasserstand von etwa 150 Zentimetern nötig.

Die aktuellen Werte liegen deutlich darunter:

  • Am 31. August stand der Pegel Kaub bei 73 Zentimetern.
  • Bis 2. September sank er auf 59 Zentimeter.
  • Bis Montag, 7. September, werden Werte unter 40 Zentimetern erwartet.

Nach der 14-Tage-Vorhersage könnten die Wasserstände anschließend wieder etwas steigen. Für die Schifffahrt bedeutet das zunächst weiter Einschränkungen bei der Beladung und damit weniger Transportkapazität auf einem wichtigen Verkehrsweg.

Historischer Tiefstand im August

Mitte August war der Pegel in Kaub zeitweise auf 6 Zentimeter gesunken – so niedrig wie noch nie. Daraufhin brach die Frachtschifffahrt auf dem Rhein ein. Güterschiffe konnten entweder gar nicht mehr oder nur leer fahren. In der zweiten August-Hälfte sorgten Niederschläge für steigende Wasserstände und eine leichte Entspannung der Lage. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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