Rheinland-Pfalz zahlt 5.000 Euro pro Hektar: Winzer sollen Rebflächen roden
- Rodung wird in der Weinkrise in Rheinland-Pfalz finanziell gefördert. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Für Winzerinnen und Winzer kann die dauerhafte Aufgabe von Rebflächen künftig Geld bringen: In Rheinland-Pfalz soll es voraussichtlich ab November eine Rodungsprämie von 5.000 Euro pro Hektar geben. Das Weinbauministerium in Mainz will damit Betriebe in der angespannten Marktlage entlasten und zugleich die Produktion senken.
Die Prämie wird nach Angaben des Ministeriums einmalig angeboten und aus EU-Mitteln finanziert. Hintergrund sind ein Überangebot an Wein, steigende Produktionskosten und ein sinkender Absatz. Für Betriebe kann die Entscheidung wirtschaftlich weitreichend sein, weil die gerodete Fläche dauerhaft aus der Rebproduktion herausgenommen wird.
Wer die Prämie beantragen kann
Anträge sollen elektronisch über das Weininformationsportal möglich sein. Voraussetzung ist, dass die Fläche als produktive Rebfläche in der Weinbaukartei des Betriebs geführt wird. Außerdem müssen ordnungsgemäße Traubenerntemeldungen für die beiden vergangenen Erntejahre vorliegen. Die Meldung für das laufende Erntejahr muss fristgerecht eingereicht werden.
- Förderfähig sind nur produktive Rebflächen in der Weinbaukartei.
- Die Traubenerntemeldungen müssen ordnungsgemäß und fristgerecht vorliegen.
- Nicht gefördert werden Flächen, die in den vergangenen fünf Jahren bereits eine Förderung für Umstrukturierung und Umstellung erhalten haben.
- Steillagen sind von der Rodungsprämie ausgeschlossen.
Welche Folgen die Rodung für Betriebe hat
Die Auszahlung soll spätestens im Oktober des nächsten Jahres erfolgen. Für die gerodete Fläche kann danach keine Genehmigung für eine Wiederbepflanzung beantragt werden. Zudem werden alle Genehmigungen für Neuanpflanzungen des Betriebs gelöscht. In den folgenden zehn Jahren können keine neuen Anträge auf Neuanpflanzungen gestellt werden.
Krisendestillation in Rheinhessen bleibt möglich
In Rheinhessen kann zusätzlich eine Krisendestillation von Rot- und Roséweinen helfen, kurzfristig Übermengen abzubauen. Die Förderung beträgt 43 Cent je Liter. Zusätzlich sollen 16 Cent pro Liter für Logistik- und Brennkosten gezahlt werden. Zugelassen sind Weine aus dem Vorjahr und ältere Jahrgänge. Der Start ist voraussichtlich im vierten Quartal. Auch diese Zuschüsse werden aus EU-Mitteln finanziert. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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