Regional statt Billig: Ministerin attackiert Deutschlands Discount-Kultur
- Nach der Corona-Pandemie änderte sich das Einkaufsverhalten. (Symbolbild)
- Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
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Rheinland-Pfalz. Wer im Supermarkt zu regionalen Lebensmitteln greift, beeinflusst nach Einschätzung von Landwirtschaftsministerin Christine Schneider direkt die Zukunft heimischer Betriebe in Rheinland-Pfalz. Die CDU-Politikerin fordert mehr Wertschätzung für Lebensmittel aus der Region und sieht die Preise in Deutschland kritisch.
Schneider sieht Widerspruch beim Einkauf
Schneider sagte der Deutschen Presse-Agentur in Mainz, sie nehme „leider schon seit Jahren wahr", dass Aussagen in Umfragen und das tatsächliche Einkaufsverhalten oft nicht zusammenpassten. Während der Corona-Pandemie habe es einen deutlichen Anstieg bei ökologischen und vor allem regional produzierten Lebensmitteln gegeben. Nach der Pandemie habe sich diese Entwicklung „genau wieder zurückentwickelt".
Warum der Preis aus ihrer Sicht wichtig ist
Das Einkaufsverhalten habe Folgen für die heimische Landwirtschaft und die Produktion in Rheinland-Pfalz, betonte die Ministerin. Sie wolle niemandem vorschreiben, wie eine ausgewogene Ernährung aussehen soll. Ihr Ziel sei mehr Bewusstsein für die Herstellung gesunder Lebensmittel.
„Wenn Lebensmittel zu günstig sind, dann geht diese Wertschätzung auch verloren", sagte Schneider, deren Großvater Winzer und Metzger war. Deutschland habe aus ihrer Sicht das Problem, dass Lebensmittel im Vergleich zu anderen europäischen Staaten gemessen am Durchschnittseinkommen zu günstig seien. Das könne zu mangelnder Wertschätzung beitragen.
Blick nach Österreich und Frankreich
In Nachbarländern wie Österreich und Frankreich seien in Supermarktregalen überwiegend Lebensmittel aus dem eigenen Land zu finden, sagte Schneider. Ein solches Bekenntnis zu regionalen Produkten lasse sich nicht gesetzlich vorschreiben, sondern nur über ein verändertes Bewusstsein erreichen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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