Regierung sichert Biontech in Mainz weiter Unterstützung zu

Biontech plant die Schließung von mehreren Produktionsstätten. (Archivbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
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Rheinland Pfalz. Trotz angekündigter Werksschließungen und Stellenabbau bleibt die Landesregierung ein wichtiger Partner für den Impfstoffhersteller Biontech in Mainz. Nach Angaben von Wissenschaftsminister Clemens Hoch setzt das Land weiter auf die Forschung des Unternehmens und will die Rahmenbedingungen für Innovationen stärken.

Das Mainzer Biotechnologieunternehmen verfolge ehrgeizige Ziele vor allem in der Krebsforschung und bei neuen Therapien. Die derzeitige Konsolidierungsphase könne eine Grundlage für künftiges Wachstum sein, erklärte der SPD Politiker. Das Land wolle diesen Weg aktiv begleiten und weiter in Forschung, Hochschulen und Innovationsnetzwerke investieren.

Schmerzhafte Einschnitte durch Werksschließungen

Biontech hatte angekündigt, mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Grund sind laut Unternehmen Überkapazitäten, eine geringe Auslastung und Kosteneinsparungen.

Von den Plänen betroffen sind unter anderem

  • Idar Oberstein
  • Marburg
  • Singapur
  • Standorte des übernommenen Unternehmens Curevac

Insgesamt könnten bis zu 1860 Arbeitsplätze betroffen sein. Wissenschaftsminister Hoch sprach von einer Zäsur und einem schmerzhaften Einschnitt für die betroffenen Regionen und die internationale Biotechnologiebranche. Zugleich äußerte er die Erwartung, dass Biontech wieder in eine Wachstumsphase zurückkehren könne.

Milliardengewinne während der Pandemie

Weltweite Bekanntheit erlangte das Unternehmen während der Corona Pandemie. Gemeinsam mit dem US Partner Pfizer entwickelte Biontech den ersten zugelassenen Impfstoff gegen Covid 19. Die Nachfrage führte zu Milliardengewinnen.

Inzwischen sind die Umsätze deutlich gesunken. Für den europäischen und den US Markt rechnet Biontech mit geringeren Einnahmen aus dem Geschäft mit Covid 19 Impfstoffen. Die Produktion soll künftig vollständig an Pfizer Standorten in Europa und Amerika erfolgen.

Kritik vom Curevac Gründer

Kritik an den Plänen kommt vom Curevac Gründer Ingmar Hoerr. Er wirft dem Biontech Management Täuschung vor. Bei der Übernahme sei ursprünglich eine Zusammenarbeit vereinbart worden, von der beide Unternehmen profitieren sollten.

Hoerr vermutet, dass Biontech mit dem Vorgehen Patentstreitigkeiten umgehen will. Die Übernahme hätte nach seiner Darstellung unter diesen Umständen nicht stattfinden dürfen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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