Maschinenbau in Baden-Württemberg unter Druck – Unsicherheit hemmt Investitionen

VDMA: Maschinenbau weiter unter Druck. (Symbolbild) | Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Baden-Württemberg. Zurückhaltende Investoren bremsen derzeit die Entwicklung im Maschinen und Anlagenbau. Viele Unternehmen im Südwesten spüren weiter wirtschaftlichen Druck.

Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbauer in Baden-Württemberg gibt es zwar erste Anzeichen für eine leichte Marktbelebung. Gleichzeitig bleiben Unternehmen bei neuen Investitionen vorsichtig. Gründe sind vor allem geopolitische Risiken und unsichere Handelsbedingungen.

Zu den wichtigsten Belastungen zählen laut Verband

  • die Kriege in der Ukraine und im Iran
  • eine schwer kalkulierbare Zollpolitik der USA
  • neue Störungen in globalen Lieferketten

VDMA-Landesvorsitzender Mathias Kammüller erklärte: „Solange geopolitische Krisen ungelöst bleiben und der Mut zu umfassenden Reformen für bessere Standortbedingungen in Deutschland und in der EU fehlt, wird die Unsicherheit hoch bleiben.“

Wettbewerb aus China wächst

Zusätzlichen Druck spüren viele Firmen durch Konkurrenz aus China. Chinesische Anbieter bauen ihre Position im internationalen Handel weiter aus. Staatliche Subventionen stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit. Für viele Maschinenbauer aus Baden-Württemberg bedeutet das sinkende Gewinnspannen.

Beschäftigung geht zurück

Die schwierige Lage wirkt sich auch auf Arbeitsplätze aus. Im Jahr 2025 sank die Zahl der Beschäftigten in der Branche laut Verband um 2,5 Prozent. Rund 323300 Menschen arbeiten noch im Maschinen und Anlagenbau im Südwesten.

Der Geschäftsführer des VDMA in Baden-Württemberg, Dietrich Birk, rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte.

Auch politische Reformen spielen nach Ansicht der Branche eine wichtige Rolle. Viele Hebel lägen auf Bundes und EU Ebene. Doch auch im Land könne Politik Verfahren beschleunigen und Rahmenbedingungen verbessern. Der neue Koalitionsvertrag setze dafür erste Impulse. Entscheidend seien nun klare Prioritäten und eine schnelle Umsetzung. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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