Konjunkturplus in Rheinland-Pfalz: Index bleibt unter 100
- Die größte Stimmungsaufhellung verzeichnet laut IHK die rheinland-pfälzische Industrie. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Für Beschäftigte und Betriebe in Rheinland-Pfalz bleibt die wirtschaftliche Lage trotz einer etwas besseren Stimmung unsicher. Der Konjunkturklimaindex stieg im Herbst gegenüber dem Frühsommer um acht Punkte auf 89 Zähler, wie die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz mitteilte.
Der Wert setzt sich aus der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden Monate zusammen. Mit 89 Punkten liegt er weiterhin deutlich unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Die Wirtschaft befindet sich nach Angaben der IHK weiter in einer Rezession.
Industrie legt bei der Stimmung am stärksten zu
Am höchsten war der Klimaindex bei den Dienstleistern mit 94 Punkten. Die Industrie folgte mit 93 Punkten und verzeichnete mit einem Plus von elf Zählern den stärksten Anstieg. Der Handel bleibt dagegen das Schlusslicht. Sein Index verbesserte sich leicht auf 75 Punkte, während die aktuelle Geschäftslage dort schlechter bewertet wurde als im Frühsommer.
Knapp ein Viertel der befragten Betriebe bewertet die aktuelle Lage als gut. 47 Prozent nennen sie befriedigend, 29 Prozent schlecht. Für die kommenden Monate rechnen nur 14 Prozent mit besseren Geschäften. 29 Prozent erwarten eine Verschlechterung.
Energiepreise und Arbeitskosten bremsen Investitionen
Als größtes Geschäftsrisiko gelten für 73 Prozent der Unternehmen Energie- und Rohstoffpreise. Weitere Belastungen sehen die Betriebe in wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, Arbeitskosten und der schwachen Inlandsnachfrage. Die IHK fordert deshalb mehr Spielraum für Investitionen und Innovationen.
Auch beim Personal bleibt die Planung vorsichtig:
- 11 Prozent der Betriebe wollen neue Stellen schaffen.
- 26 Prozent rechnen mit Stellenabbau.
An der repräsentativen Konjunkturumfrage beteiligten sich 930 Unternehmen aus allen Branchen und Größenklassen. Sie beschäftigen zusammen rund 208.000 Menschen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |