Jobabbau in Dortmund und Garching: 340 Stellen bei Hellweg bedroht

Die Baumarktkette Hellweg und die Tochtergesellschaft BayWa Bau- und Gartenmärkte hatten im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Laut Sanierungsgeschäfsführung werden viele Filialen wohl bleiben, nicht aber die Zentralen in Dortmund und Garching. (Archivbild) | Foto: Fabian Strauch/dpa
  • Die Baumarktkette Hellweg und die Tochtergesellschaft BayWa Bau- und Gartenmärkte hatten im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Laut Sanierungsgeschäfsführung werden viele Filialen wohl bleiben, nicht aber die Zentralen in Dortmund und Garching. (Archivbild)
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Dortmund. Bei der Sanierung von Hellweg und den BayWa Bau- & Gartenmärkten droht hunderten Beschäftigten der Verlust ihres Arbeitsplatzes. In den Zentralen in Dortmund und Garching könnten nach Unternehmensangaben rund 340 Stellen wegfallen.

Die Geschäftsführung rechnet zwar damit, dass ein wesentlicher Teil der Märkte auf neue Betreiber übertragen wird. Mit diesen Übernahmen wäre aber zugleich die Schließung der bisherigen Firmenzentralen verbunden.

Hellweg und die Tochtergesellschaften hatten am 15. Juni beim Amtsgericht Essen ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannten die Verantwortlichen unter anderem Lieferengpässe, geopolitische Unsicherheiten, Konsumzurückhaltung, steigende Mieten und höhere Kosten durch Inflation. Der Geschäftsbetrieb läuft seitdem weiter.

114 Märkte sind derzeit noch in Betrieb

Hellweg betreibt nach Unternehmensangaben aktuell noch 68 Märkte und ist vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie in Berlin vertreten. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.900 Menschen. Hinzu kommen 46 BayWa Bau- & Gartenmärkte mit etwa 1.300 Beschäftigten.

Nach Angaben der Sanierungsgeschäftsführer gibt es für wesentliche Teile des Filialportfolios Übernahmeangebote von verschiedenen Investoren. Die zuständigen Gläubigerausschüsse müssen noch zustimmen. Danach soll die vertragliche Umsetzung in den nächsten Tagen erfolgen.

Märkte sollen unter verschiedenen Marken weiterlaufen

Nach derzeitigem Stand sollen die Baumärkte künftig nicht unter einem einheitlichen neuen Dach weitergeführt werden. Stattdessen ist vorgesehen, dass Standorte unter verschiedenen Marken fortgesetzt werden. Welche Namen dahinterstehen, wurde noch nicht mitgeteilt.

Für einen Teil der Filialen läuft der Investorenprozess noch. Deshalb steht auch noch nicht fest, welche Märkte an welche Betreiber gehen. Darüber wollen die Verantwortlichen voraussichtlich in rund zwei Wochen informieren. Für Standorte ohne konkretes Angebot soll die Suche nach Investoren bis Ende August weitergehen.

Gehälter laut Geschäftsführung bis Ende November gesichert

Nach Angaben der Geschäftsführer ist die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs für die kommenden Monate gesichert. Die Gehälter der Beschäftigten sollen auch nach dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums bis einschließlich Ende November gezahlt werden können. Das gelte auch für Mitarbeiter in den Zentralen und an Standorten, für die noch keine Übernahmelösung gefunden wurde. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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