Jobabbau in Baden-Württemberg: Autoindustrie verliert 5,5 Prozent
- Nach Angaben des Statistischen Landesamts sind weniger Menschen in Baden-Württembergs Autoindustrie beschäftigt. (Symbolbild)
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Fellbach. Für viele Beschäftigte im Südwesten zeigt sich die Krise der Autoindustrie nun erneut in den Zahlen: In Baden-Württemberg arbeiteten Ende des ersten Halbjahres noch 196.452 Menschen in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen.
Das waren nach vorläufigen Daten des Statistischen Landesamts 11.344 Beschäftigte oder 5,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Behörde in Fellbach bei Stuttgart wertete dafür den Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ aus.
Auch bundesweit sinkt die Zahl der Jobs
In Deutschland waren Ende Juni noch 691.500 Menschen in der Autoindustrie beschäftigt. Das waren laut Statistischem Bundesamt 42.300 Stellen oder 5,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Sparprogramme bei Herstellern und Zulieferern
Der Stellenabbau in der Branche hatte sich bereits seit längerem abgezeichnet. Der Verband der Automobilindustrie hatte im Mai vor einem Verlust von bis zu 225.000 Arbeitsplätzen bis 2035 gewarnt.
Zuletzt hatten mehrere Hersteller und Zulieferer Sparprogramme und Stellenstreichungen angekündigt. Dazu zählen auch bekannte Unternehmen aus dem Südwesten wie Mercedes-Benz, Porsche, Bosch, ZF oder Mahle.
Erst vor Kurzem hatte das Statistische Landesamt zudem mitgeteilt, dass die Beschäftigung in der gesamten Industrie in Baden-Württemberg im Jahr 2025 um 2,4 Prozent zurückgegangen sei. Demnach arbeiteten 2025 noch 1.268.000 Menschen in der Industrie im Land. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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