Jobabbau bei 1&1 in Montabaur: Versatel streicht 350 Stellen
- Bei der 1&1-Geschäftskunden-Tochter Versatel wird kräftig Personal abgebaut. (Archivbild)
- Foto: Wolf von Dewitz/dpa
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Montabaur. Bei der 1&1-Tochter Versatel sollen 350 Arbeitsplätze wegfallen, damit ist rund jede vierte Stelle betroffen. Der Mutterkonzern mit Sitz in Montabaur teilte mit, der Abbau solle im Laufe des kommenden Jahres umgesetzt werden und sozialverträglich über ein Freiwilligenprogramm laufen.
Versatel ist vor allem für Geschäftskunden wichtig. Das Unternehmen betreibt ein Glasfasernetz in rund 350 Städten in Deutschland. Zu den Kunden zählen Firmen und Behörden. Außerdem verbindet Versatel Standorte des Mobilfunknetzes von 1&1 mit Glasfaser, damit Daten schneller und stabiler übertragen werden können.
Was 1&1 mit dem Umbau erreichen will
Mit dem Stellenabbau will 1&1 die Strukturen bei Versatel vereinfachen. Hierarchieebenen sollen wegfallen, Führungsstrukturen sollen schlanker werden. Nach Angaben des Konzerns soll das die finanzielle Basis für weitere Investitionen stärken.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- 350 von 1.350 Arbeitsplätzen sollen abgebaut werden
- der Abbau soll über ein Freiwilligenprogramm erfolgen
- das Programm soll einmalig rund 60 Millionen Euro kosten
- nach der Umsetzung soll das Jahresergebnis um rund 25 Millionen Euro steigen
Standorte in Düsseldorf und ganz Deutschland
Der zentrale Standort von Versatel liegt in Düsseldorf, dort ist auch die Mobilfunksparte von 1&1 angesiedelt. Daneben hat Versatel zahlreiche weitere Standorte in Deutschland. Für Geschäftskunden und Behörden ist das Unternehmen als Glasfaseranbieter und Netz-Dienstleister relevant.
1&1 gehört zum Internetkonzern United Internet. Zu dessen Portfolio zählen auch die Mailanbieter GMX und Web.de. Versatel war bis Ende vergangenen Jahres noch direkt bei United Internet angesiedelt und wurde danach zu 1&1 verschoben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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