Investitionskürzung bei Eli Lilly in Alzey: Stadt hofft weiter
- Die Bauarbeiten in Alzey laufen, doch soll das neue Werk nun mit einer verminderten Kapazität 2027 an den Start gehen. (Archivbild)
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Alzey. Die angekündigte Kürzung einer Milliardeninvestition des US Pharmakonzerns Eli Lilly sorgt in der Region für große Unsicherheit. Dennoch hofft die Stadt Alzey weiterhin auf eine Wende bei dem Projekt.
Der Konzern baut derzeit eine Produktionsstätte in einem Gewerbegebiet der rheinhessischen Stadt. Ursprünglich sollten rund 2,5 Milliarden US Dollar in das Werk fließen. Am Mittwoch, 3. Juni, teilte das Unternehmen jedoch mit, nur noch etwa die Hälfte dieser Summe investieren zu wollen.
Bundespolitik als Grund genannt
Nach Angaben des Unternehmens hängt die Entscheidung mit dem gesundheitspolitischen Kurs in Deutschland zusammen. Konkret kritisierte Eli Lilly geplante Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem. In diesem Zusammenhang sprach der Konzern von einem Vertrauensbruch durch die Bundesregierung.
Bürgermeister Steffen Jung von der SPD zeigte sich enttäuscht über die Entwicklung. Gleichzeitig betonte er, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt nicht der Grund für die Entscheidung sei. Von Unternehmensseite sei signalisiert worden, dass die kommunale Ebene keine Rolle bei der Kürzung gespielt habe.
Stadt steht in Kontakt mit Bund und Land
Seit Bekanntwerden der Entscheidung laufen intensive Gespräche. Nach Angaben des Bürgermeisters stehen Verwaltung und Politik im Austausch mit der Landesregierung sowie mit Bundestagsabgeordneten.
„Vielleicht gibt es noch ein Umdenken“, sagte Jung. Seit Mittwochvormittag stünden in der Stadtverwaltung die Telefone kaum still.
Trotz der reduzierten Investitionssumme hält Eli Lilly bislang am Zeitplan fest. Das Werk in Alzey soll weiterhin im Jahr 2027 in Betrieb gehen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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