Investitionen in Frankreich: Neue Anlaufstelle für deutsche Unternehmen in Grand Est
- Deutschland ist bereits der wichtigste internationale Wirtschaftspartner von Grand Est. Mehr als 820 deutsche Unternehmen arbeiten in der Region. Nun gibt es eine neue Anlaufstelle für weitere Investitionen.
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Straßburg/Berlin. Deutsche Unternehmen erhalten seit Montag, 22. September, eine neue Anlaufstelle für Investitionen in Ostfrankreich. Der Ostfrankreich Expansion Desk unterstützt bei der Standortsuche, bei Behördenkontakten und beim Aufbau regionaler Partnerschaften in der Region Grand Est.
Das kostenfreie und vertrauliche Angebot richtet sich an Industrieunternehmen, Mittelständler und Start-ups. Zweisprachige Berater begleiten Unternehmen, die in den französischen Markt expandieren oder bestehende Aktivitäten in Frankreich ausbauen möchten.
Das Team berät an Anlaufstellen in München, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, Köln, Düsseldorf, Hannover, Bremen, Berlin und Hamburg. Auch direkte Gespräche bei den Unternehmen vor Ort sind möglich.
Beratung für verschiedene Zukunftsbranchen
Andrea Stocks berät Unternehmen aus den Bereichen Cleantech und Bioökonomie. Jean-Claude Hager ist Ansprechpartner für Investitionen rund um Industrie 5.0. Dirk Winkler unterstützt bei Ansiedlungsplänen in den Bereichen Deeptech und Digitalisierung.
Die Region Grand Est erklärt, dass der Expansion Desk den Zugang zu regionalen Entscheidern und Partnernetzwerken erleichtert. Ziel sind nachhaltige grenzüberschreitende Partnerschaften zwischen deutschen Unternehmen und Akteuren in Ostfrankreich.
Der Start erfolgte im Rahmen der Konferenz Choose France für deutsche Investoren in der Französischen Botschaft in Berlin. Rund 150 Vertreter der deutschen Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil. Die von Staatspräsident Emmanuel Macron ins Leben gerufene Initiative bringt internationale Investoren und die französische Politik zusammen.
Deutschland ist wichtigster ausländischer Wirtschaftspartner
Grand Est grenzt an Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Region zählt zu den wichtigsten Industrieregionen Frankreichs und bündelt unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Cleantech, Biotech, Luftfahrt und Industrie 5.0.
Deutschland stellt rund 30 Prozent aller ausländischen Investitionsprojekte in Grand Est. Damit ist Deutschland der wichtigste internationale Wirtschaftspartner der Region. Nach Angaben der Region arbeiten bereits mehr als 820 deutsche Unternehmen in Ostfrankreich.
Zu den Unternehmen mit laufenden Investitionen gehören die Liebherr-Gruppe, Daimler Buses und Claas. Liebherr investiert aktuell rund 90 Millionen Euro am Standort Colmar. Daimler Buses investiert im mehrstelligen Millionenbereich in die Bus- und E-Bus-Produktion in Ligny-en-Barrois. Claas investiert 50 Millionen Euro in französische Standorte, darunter Woippy nahe Metz.
Die Region Grand Est teilt mit, dass Grand Est Développement International als zentrale Anlaufstelle für ausländische Investoren arbeitet. Das Team informiert über Standorte, berät individuell und unterstützt den Kontakt zu staatlichen Stellen und Behörden in Frankreich.
Weitere Informationen bietet die Region auf ihrer Internetseite zum Expansion Desk.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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