Insolvenz in Stuttgart: Influencerin Hanadi Diab betroffen

Diab soll bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys nicht oder nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet haben (Symbolfoto)  | Foto: Silas Stein/dpa
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Stuttgart. Für Follower und Geschäftspartner ändert sich zunächst wenig: Die Stuttgarter Influencerin Hanadi Diab hat Insolvenz angemeldet. Am 3. Juli wurde ein Regelinsolvenzverfahren eröffnet, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts Stuttgart mitteilte.

Diab erreicht nach dpa-Informationen mehr als 760.000 Menschen auf Instagram und knapp 139.000 auf TikTok. Trotz des laufenden Verfahrens kann die 39-Jährige ihre Arbeit als Influencerin fortsetzen. Der Geschäftsbetrieb sei aus der Insolvenzmasse freigegeben worden, sagte Insolvenzverwalter Johannes Hauser. Weitere Angaben zum Verfahren machte er nicht.

Bußgeld kurz zuvor bekanntgeworden

Erst am Dienstag, 28. Juli, war bekanntgeworden, dass die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg gegen Diab ein rechtskräftiges Bußgeld verhängt hat. Die Behörde setzte nach eigenen Angaben 36.000 Euro fest. Zusammen mit Gebühren und Auslagen muss Diab insgesamt 37.803,50 Euro zahlen. Nach Angaben der Landesanstalt ist es das bislang höchste Bußgeld in Baden-Württemberg gegen eine Influencerin oder einen Influencer.

Die LFK wirft Diab vor, zwischen Mai und Juli mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys nicht oder nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet zu haben. Dafür habe sie Geld und Sachleistungen erhalten. Teilweise seien Beiträge gar nicht als Werbung markiert gewesen. Teilweise sei der Werbehinweis für Nutzer nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen.

Influencerin widersprach den Vorwürfen

In einem im April auf TikTok veröffentlichten Video hatte Diab die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie sei schockiert und kennzeichne jede Kooperation, erklärte sie damals. Ihr Management wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu dem Insolvenzverfahren äußern. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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