Heidelberger KI-Firma und kanadischer Partner wollen „globalen KI-Champion“ bauen

Digitalminister Karsten Wildberger (r.) und sein kanadischer Amtskollege Evan Solomon stellen den deutsch-kanadischen Deal in Berlin bei einer Pressekonferenz vor.  | Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Digitalminister Karsten Wildberger (r.) und sein kanadischer Amtskollege Evan Solomon stellen den deutsch-kanadischen Deal in Berlin bei einer Pressekonferenz vor.
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Berlin / Heidelberg. Neue KI-Angebote für Behörden und Unternehmen könnten künftig stärker aus Europa kommen. In Berlin haben das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha und die kanadische Firma Cohere ein gemeinsames Unternehmen angekündigt, das eine unabhängige Alternative zu großen US-Anbietern entwickeln soll.

Die Bekanntgabe erfolgte im Beisein von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und seinem kanadischen Amtskollegen Evan Solomon. Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz ausbauen.

Ziel ist eine souveräne Alternative

Nach Angaben der Unternehmen soll das Joint Venture sichere KI-Lösungen für besonders sensible Bereiche entwickeln. Dazu zählen unter anderem

  • öffentliche Verwaltung
  • Finanzen
  • Verteidigung
  • Energie
  • Telekommunikation
  • Gesundheitswesen

Die Anwendungen sollen vor allem dort eingesetzt werden, wo der Schutz sensibler Daten eine zentrale Rolle spielt. Unternehmen und Staaten sollen sicher sein können, dass ihre Daten im eigenen Besitz bleiben.

Bundesdigitalminister Wildberger sprach von einem möglichen „globalen KI Champion“. Die Kooperation sende ein starkes Signal für den Technologie Standort Deutschland und für ein souveränes KI Modell aus Europa und Kanada.

Schwarz Gruppe stellt Finanzierung bereit

Unterstützt wird das Vorhaben von der Schwarz Gruppe. Der Handelskonzern hinter Lidl und Kaufland stellt über seine Digitalsparte rund 500 Millionen Euro als strukturierte Finanzierung bereit.

Die Gruppe baut zugleich ihre Cloud Infrastruktur in Europa aus. Unter anderem entstehen neue Rechenzentren. Ein besonders großes Projekt ist ein geplantes Rechenzentrum in Lübbenau im Spreewald mit einem Investitionsvolumen von rund elf Milliarden Euro.

Mit der Kooperation wollen Aleph Alpha und Cohere schneller KI Anwendungen für Unternehmen und Regierungen in Europa, Kanada und weiteren Regionen entwickeln. Ziel ist eine technologische Alternative zu dominierenden Plattformen wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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