Gründer-Rat von Würth in Künzelsau: Erst prüfen, dann sparen
- Unternehmer Würth: «Wenn jemand weiß, was sparen heißt, dann bin ich es.» (Archivbild)
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Künzelsau. Wer ein Unternehmen gründen will, kann aus Reinhold Würths Erfahrung in Künzelsau drei praktische Lehren ziehen: voller Einsatz, gründliche Vorbereitung und strikte Sparsamkeit. Der 91 Jahre alte Unternehmer sagte dem Portal „The Pioneer“, entscheidend sei zunächst die Frage, ob jemand bereit sei, sich „mit Haut und Haaren“ für das Projekt zu engagieren und Tag und Nacht für das Unternehmen da zu sein.
Würth rät zu Vorbereitung vor dem Start
Blind loslaufen würde Würth nach eigenen Worten nicht. Gründerinnen und Gründer sollten sich vor dem Start so weit wie möglich informieren. Für die Finanzierung gebe es staatliche Förderprogramme. Gerade am Anfang müsse aber gespart werden.
- Einsatz prüfen: Der Aufbau eines Unternehmens verlangt nach Würths Einschätzung volle Konzentration.
- Informationen sammeln: Vor dem Start sollten Markt, Finanzierung und Geschäftsmodell möglichst genau geklärt sein.
- Kosten niedrig halten: Würth verweist auf eigene Erfahrungen mit konsequentem Sparen in den Anfangsjahren.
Sparen als Grundregel in der Anfangsphase
„Wenn jemand weiß, was sparen heißt, dann bin ich es“, sagte Würth. Früher habe er sich Vesperbrote für drei Reisetage mitgenommen, um kein Geld für Mittagessen ausgeben zu müssen. Der Hinweis ist vor allem für Menschen relevant, die mit begrenztem Kapital starten und Ausgaben in der Gründungsphase genau prüfen müssen.
Vom kleinen Betrieb zum Milliardenunternehmen
Würth begann als Jugendlicher eine Lehre in der Schraubengroßhandlung seines Vaters. Nach dessen Tod übernahm er mit 19 Jahren den kleinen Betrieb. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg über Jahrzehnte stark. Bekannt ist die Würth-Gruppe vor allem für Produkte im Montage- und Befestigungsbereich, etwa Schrauben und Dübel. Reinhold Würth wurde damit Milliardär und zählt zu den reichsten Deutschen. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |