Gehaltsstopp bei VW in Wolfsburg: Nullrunden bis 2030 geplant
- Für die VW-Mitarbeitende drohen erneut Einschnitte. (Symbolbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Wolfsburg. Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns könnten bis 2030 Nullrunden beim Gehalt drohen. Nach Angaben der IG Metall hat der Konzernvorstand die Personalverantwortlichen weltweit angewiesen, das aktuelle Tarifniveau einzufrieren und keine Entgelterhöhungen vorzusehen.
Die Vorgabe betreffe mehr als 660.000 Beschäftigte weltweit und gelte bereits seit Anfang Oktober, teilte die Gewerkschaft unter Berufung auf den Europäischen und Weltkonzernbetriebsrat mit. Volkswagen nahm zunächst nicht Stellung.
IG Metall befürchtet deutliche Reallohnverluste
Sollten die Pläne umgesetzt werden, drohten nach Einschätzung der IG Metall Reallohnverluste von mindestens zehn Prozent. Der Konzern würde damit nach Darstellung der Gewerkschaft von der bisherigen Praxis abrücken, in den Personalkostenbudgets einen Inflationsausgleich und tarifliche Lohnsteigerungen einzuplanen.
Für den Südwesten ist die Entwicklung auch wegen des Audi-Standorts in Neckarsulm relevant. Für Audi, MAN und Porsche gilt der Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie.
Tarifgespräche sollen Ende November beginnen
Voraussichtlich Ende November beginnen im Volkswagen-Konzern Verhandlungen über neue Tarifverträge. Dabei geht es sowohl um den VW-Haustarif als auch um den Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Geld.
Der Betriebsrat bezeichnete das Vorgehen als absurd und verwies darauf, dass die Arbeitgeberseite bislang keine Position für die Tarifverhandlungen vorgelegt habe. Zugleich steht der Konzern vor einem weitreichenden Umbau. Der Vorstand plant weltweit den Abbau von 50.000 Stellen zusätzlich zu bereits bekannten Abbauplänen. Bereits bei den vorherigen Tarifverhandlungen hatte es für 130.000 VW-Beschäftigte eine Nullrunde gegeben. Ein Gehaltsplus von fünf Prozent floss damals in zwei Stufen in einen Fonds statt direkt auf die Konten der Beschäftigten. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |