Defizit sinkt an Unimedizin Mainz auf 75 Millionen Euro

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist das einzige Universitätsklinikum in Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
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Mainz. Die Universitätsmedizin Mainz hat ihre finanziellen Verluste spürbar reduziert. Die einzige Uniklinik in Rheinland Pfalz schloss das vergangene Jahr mit einem Fehlbetrag von 75 Millionen Euro ab.

Damit fiel das Minus nach Angaben von Wissenschaftsminister und Aufsichtsratschef Clemens Hoch um 21,7 Millionen Euro geringer aus als im Jahr zuvor. Die Entwicklung gilt als erstes Signal für eine wirtschaftliche Stabilisierung der großen Klinik.

Als Gründe für das bessere Ergebnis nannte Hoch höhere Einnahmen aus abgerechneten medizinischen Leistungen. Auch die Auflösung von Rückstellungen habe zur Verbesserung beigetragen. Der Minister betonte jedoch, dass der eingeschlagene Kurs Zeit brauche. „Klar ist, dass ein Kurswechsel, wie ihn die Universitätsmedizin gerade vollzieht, Zeit braucht.“ Das Ergebnis sei dennoch ein Hinweis darauf, dass sich die Klinik auf dem richtigen Weg befinde.

Zwei Standorte als Zukunftsmodell

Die Landespolitik setzt zugleich auf eine größere strukturelle Neuaufstellung. Ministerpräsident Gordon Schnieder sprach sich zuletzt für eine Lösung mit zwei Standorten der Universitätsmedizin Mainz aus.

Die Uniklinik sei das zentrale Zentrum für Spitzenmedizin und medizinische Forschung in Rheinland Pfalz. Um sie wirtschaftlich und infrastrukturell krisenfest aufzustellen, müsse die Reform konsequent weitergeführt werden.

Milliarden für Gebäude und Infrastruktur

Viele Gebäude auf dem Campus gelten als sanierungsbedürftig. Deshalb soll in den kommenden Jahren ein Milliardenbetrag in die Infrastruktur der Universitätsmedizin investiert werden. Ziel ist eine moderne Klinikstruktur mit leistungsfähiger Forschung und stabileren Finanzen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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