Bruch mit IndustriALL bei Mercedes in Stuttgart

Gewerkschaften werfen Mercedes im Umgang mit ihnen im US-Werk in Tuscaloosa Verfehlungen vor. (Archivbild) | Foto: Harry Melchert/dpa
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Stuttgart. Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und einem wichtigen internationalen Gewerkschaftsverband ist beendet. Der weltweite Zusammenschluss von Industriegewerkschaften IndustriALL hat die Kooperation mit dem Autobauer aufgekündigt und wirft dem Unternehmen Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte in den USA vor.

Nach Angaben der Organisation betreffen die Vorwürfe das Mercedes-Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. IndustriALL erklärte, der Konzern habe dort systematisch gegen grundlegende Arbeitnehmerrechte verstoßen. Generalsekretär Atle Høie erklärte laut Mitteilung, Mercedes-Benz habe „jede Regel gebrochen, die es selbst unterschrieben hat“. Zuerst berichtete der „Spiegel“ über die Vorwürfe.

Mercedes-Benz weist die Anschuldigungen zurück. Das Unternehmen betont, die Beschäftigten im Werk hätten 2024 in einer geheimen Abstimmung entschieden, sich nicht von der Gewerkschaft United Auto Workers vertreten zu lassen.

Mercedes weist Vorwürfe zurück

Nach Unternehmensangaben habe man sich während der Abstimmung neutral verhalten und den Mitarbeitenden lediglich Informationen und Antworten auf Fragen zur Verfügung gestellt. Einschüchterungen oder Benachteiligungen wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten habe es nicht gegeben.

Auch ein Vergleich mit der US-Arbeitsbehörde im März habe keine Verstöße des Unternehmens bestätigt. Ein veröffentlichter Aushang halte lediglich fest, dass Mercedes weiterhin die Anforderungen des US-Arbeitsrechts einhalten werde.

Noch offen ist, ob die Abstimmung im Werk Bestand hat. Die US-Arbeitsbehörde will am Dienstag, 26. Mai, entscheiden, ob das Ergebnis gültig ist oder wiederholt werden muss. dpa/red

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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