Auftragsschub in Baden-Württemberg: VDMA bleibt vorsichtig
- Der Maschinenbau im Südwesten verzeichnete im August ein Auftragsplus. (Symbolbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Für Beschäftigte und Zulieferer sind kräftigere Bestellungen ein positives Signal. Im baden-württembergischen Maschinenbau ist der Aufwärtstrend jedoch noch nicht in allen Bereichen angekommen.
Im August stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 35 Prozent, wie der Landesverband des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mitteilte. Die Nachfrage aus dem Inland erhöhte sich um 18 Prozent. Aus dem Ausland kamen 42 Prozent mehr Bestellungen, besonders deutlich legten die Märkte außerhalb der Europäischen Union zu.
Schwacher Vorjahreswert verzerrt den Vergleich
VDMA-Landesgeschäftsführer Dietrich Birk mahnte dennoch zur Zurückhaltung. Der August des Vorjahres sei besonders schwach gewesen. Außerdem entwickelten sich die einzelnen Fachzweige des Maschinen- und Anlagenbaus weiterhin sehr unterschiedlich.
Steigende Auftragseingänge meldeten derzeit vor allem Bereiche, die vom Boom rund um künstliche Intelligenz profitierten. Für einen breiten Aufschwung seien politische Reformen und neue Wachstumsimpulse nötig, erklärte Birk.
Dreimonatsvergleich ebenfalls deutlich im Plus
Im stabileren Zeitraum von Juni bis August lagen die Bestellungen um 23 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft wuchs um 8 Prozent. Die Auslandsbestellungen stiegen um 30 Prozent.
Trotz der jüngsten Zuwächse bleibt der Verband für die gesamte Produktion vorsichtig. Der VDMA erwartet im laufenden Jahr einen Rückgang von 2 Prozent. Nach vier Jahren mit schrumpfender Produktion rechnet der Verband erst im kommenden Jahr wieder mit Wachstum. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |